header
Herren 12.11.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Der Knoten will einfach nicht platzen

Bruchhausen-Vilsen. Eine kuriose Szene spielte sich zu Anfang der zweiten Halbzeit im Spiel des SV Bruchhausen-Vilsen gegen den SV Heiligenfelde in der Fußball-Bezirksliga Hannover ab: Nachdem Schiedsrichter Tekin Gürses ein vermeintliches Foul von Heiligenfeldes Daniel Richter nicht geahndet hatte, wurde dieser wiederum von einem Zuschauer der Vilser mit einer Bierdusche bestraft. „So etwas habe ich ja noch nie erlebt“, kommentierte SVH-Coach Torben Budelmann, dessen Mannschaft am Ende mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg das Feld als Sieger verließ.

Etwas erleichtert und zufrieden zeigte sich Budelmann nach der Partie. „Es war tatsächlich recht knapp. Wir haben das Spiel angenommen und uns belohnt.“ Wütend und enttäuscht war dagegen SVBV-Trainer Frank Fischer: „Die Jungs haben die Verantwortung einfach weitergeschoben und zu viel gedaddelt. Es war einfach nicht gut genug.“ Dabei ging es zu Anfang der Partie auf beiden Seiten recht ausgeglichen zu: Viel spielte sich im Mittelfeld ab. Die Gäste aus Heiligenfelde hatten ganz leicht die Nase vorn, auch weil die Vilser sich oft selbst im Weg standen. Mit unpräzisen Pässen und verstolperten Bällen machten sich die Fischer-Mannen oftmals das Leben selber schwer.

Die ersten richtigen Möglichkeiten ergaben sich erst nach einer knappen halben Stunde. Nachdem Niklas Schröder auf Mathis Wohlers gepasst hatte, probierte er sein Glück und verfehlte das Tor nur knapp (27.). Zwei Minuten später waren es die Gäste, die durch Dominik Simons in Führung hätten gehen können, doch auch er schoss am Tor der Vilser vorbei.

Ein Tor aus dem Nichts

In Minute 36 folgten zwei Ecken für die Heiligenfelder: Während es bei der ersten für die Vilser gefährlich wurde, schien die zweite zunächst geklärt zu sein. Doch aus dem Nichts schoss Lars Diedrichs auf das Tor und traf zum 1:0 (37.). Die Führung wirkte wie ein kleiner Befreiungsschlag für die Heiligenfelder, denn danach ging es fast nur noch in eine Richtung, auch wenn die Gastgeber in der 40. Minute den Ausgleichstreffer hätten erzielen können. Justus Wicke, Nico Schröder und Mathis Wohlers hatten nach einer Ecke gleich mehrfach die Chance, doch das Glück war nicht aufseiten der Vilser, sodass jeder Ball durch den SVH immer wieder abgeblockt wurde. Kurz vor der Halbzeitpause folgte dann der Schock für die Budelmann-Elf: Nach einem Zweikampf fiel Mirko Garlich zu Boden und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Fuß. Nach seiner Auswechslung ging es für ihn ins Krankenhaus. „Es sieht nicht gut aus. Der Fuß wurde schnell blau und sehr dick. Mit ihm werden wir erst einmal nicht rechnen“, bedauerte Budelmann.

Diese Hiobsbotschaft tat dem Heiligenfelder Spiel in Hälfte zwei aber keinen Abbruch – und auch die oben genannte Bierdusche brachte den SVH nicht aus dem Konzept. Die Gäste drückten die Vilser immer mehr in die eigene Hälfte und zwangen sie damit auch zu Fehlpässen. Erst ab der 75. Minute tauten die Gastgeber wieder auf und ließen sich ab und an im gegnerischen Sechzehner blicken. So wie Nico Schröder, der sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und allein auf SVH-Keeper Steffen Struß zulief, das Tor allerdings knapp verfehlte.

Dann gab es eine Situation, die SVBV-Coach Fischer besonders ärgerte: Luca-Ole Rother setzte sich über die Außenbahn durch und spielte sich bis hinter die Abwehr. Anstatt den Ball direkt in den Rückraum zu passen, versuchte Rother jedoch, noch einen Gegenspieler auszuspielen. „Das war die Chance. Hätte er etwas früher gepasst, wäre der Ball drin gewesen“, monierte Fischer, der solche Momente häufig im Spiel sah. Durch zwei Standards kamen die Gastgeber noch einmal ans gegnerische Tor heran, doch den ersehnten Ausgleichstreffer erzielten sie nicht mehr.

Auch wenn die drei Zähler Torben Budelmann glücklich machten, gab es einen Punkt, den er zu beanstanden hatte: „Bei einigen Spielern habe ich gemerkt, dass sie nicht alles gegeben haben. Ansonsten war mir wichtig, dass wir hinten gut stehen – und das war der Fall.“ Mit der Einstellung seiner Vilser war Frank Fischer zufrieden. „Sie haben gekämpft und gearbeitet. Allerdings hätten wir uns das Glück heute mehr erarbeiten müssen. Es hat einfach nicht gereicht.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.11.2018

Herren 09.11.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Duell unter alten Bekannten

Bezirksliga Hannover: Viele alte Bekannte treffen in der Partie des SV Bruchhausen-Vilsen gegen den SV Heiligenfelde aufeinander. Unter anderem spielt Aufstiegsheld Malte Löffler gegen seine Ex-Mannschaft aus Vilsen und SVBV-Coach Frank Fischer empfängt mit Heiligenfelde den Verein, den er von 2010 bis 2015 trainierte. Vorab machte sich Fischer ein Bild vom SVH im Spiel gegen Twistringen und sah dabei eine gute zweite Halbzeit seines Ex-Clubs. Angst hat er aber nicht: „Wir müssen alles andere ausblenden, auf uns schauen und punkten“, fordert er. Mut kann ihm dabei das Hinspiel machen, in dem sich beide Mannschaften 2:2 trennten. „Zu Anfang haben wir das Spiel dominiert. Allerdings haben wir uns zwei ärgerliche Standards eingefangen. Das darf uns nicht noch einmal passieren“, sagt SVH-Coach Torben Budelmann und fordert von seiner Elf: „Wir müssen unser Spiel durchdrücken.“

Anpfiff: So. um 14 Uhr in Bruchhausen-Vilsen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.11.2018

Herren 05.11.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Zu wenige Chancen herausgespielt

Sulingen. Etwas unglücklich mit 0:2 (0:0) haben die Bezirksligafußballer des SV Bruchhausen-Vilsen ihr Punktspiel beim TuS Sulingen II verloren und bleiben somit weiterhin im Tabellenkeller hängen. Wie ein Tabellenletzter präsentierte sich das Team von Trainer Frank Fischer aber mitnichten.

Im ersten Spielabschnitt neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. Vor allem die neuformierte Vilser Defensive um Jan-Christoph Kornau agierte umsichtig. Den ersten gefährlichen Torschuss gaben die Platzherren ab. SVBV-Torhüter Bennet Krake hatte aber keine Mühe, diesen zu entschärfen (13.). Fünf Minuten später gaben auch die Gäste ihre Visitenkarte vor dem gegnerischen Tor ab. Mathis Wohlers nahm Tempo auf, entschied sich am Sulinger Strafraum aber für ein Abspiel, anstatt es selbst zu versuchen. Der Torschuss von Nico Schröder wurde dann zur leichten Beute für den Sulinger Torhüter.

Die Gäste starteten engagiert in den zweiten Spielabschnitt und ließen direkt durch einen Versuch von Mathis Wohlers aufhorchen (46.). Nach rund einstündiger Spielzeit schlugen die Platzherren dann aber doppelt zu. Im Anschluss an einen Eckstoß wurde der Ball kurz vor der Außenlinie erkämpft und noch an den Fünfmeterraum zurückgelegt. Dort stand Lauritz Mühlenhardt goldrichtig und jagte das Leder zur Führung unter die Latte des Gästetores (61.). Nur drei Minuten später war es wieder Mühlenhardt, der eine flache Hereingabe von der linken Seite im Tor unterbrachte (64.).

"Beide Tore haben die Sulinger gut herausgespielt. Wir haben sicher nicht enttäuscht, haben auch sehr gut dagegengehalten, konnten uns offensiv aber nicht ausreichend Chancen herausspielen“, erklärte Frank Fischer. In der verbleibenden Spielzeit probierte seine Mannschaft noch einmal alles. Die Gastgeber gestatteten ihrem Kontrahenten aber keine nennenswerte Torchance mehr und brachten das Ergebnis locker über die Runde.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.11.2018

Herren 02.11.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Bloß kein frühes Gegentor

Bezirksliga Hannover: Sechs Zähler will Trainer Frank Fischer mit seinem SV Bruchhausen-Vilsen bis zur Winterpause noch holen, also in fünf Partien das Punktekonto verdoppeln. Dass das nicht einfach wird, ist ihm klar, doch auf seiner Abschiedstour will er den SVBV in Schlagdistanz zu Relegationsrang 13 führen. Da wäre ein Punk beim TuS Sulingen II viel wert. „Dafür müssen wir aber von Beginn an wach sein“, weiß Fischer, dass sein Team sich zuletzt durch frühe Gegentore selbst geschadet hat. Da half auch eine jeweils starke zweite Hälfte nicht mehr.

Anpfiff: Sonntag um 14 Uhr in Sulingen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.11.2018

Herren 29.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Niederlage steht vor der Pause fest

Bruchhausen-Vilsen. Die Tabelle der Fußball-Bezirksliga Hannover lügt nicht: Schlusslicht SV Bruchhausen-Vilsen hat auf eigenem Platz gegen den Liga-Primus STK Eilvese mit 0:5 (0:4) verloren und dabei zumindest in der ersten Hälfte die Grenzen aufgezeigt bekommen. „Wir haben alles versucht, aber gegen solche Mannschaften reicht es eben nicht“, schätzte SVBV-Trainer Frank Fischer die Niederlage nüchtern ein. „Immerhin haben wir Moral gezeigt und nie aufgegeben“, hob er das Positive aus Sicht seiner Mannschaft hervor.

Die Hausherren versuchten, mit dem Favoriten mitzuhalten, kassierten aber früh den Rückstand. Nach einer Flanke Pascal Paggas von der linken Seite demonstrierte Hussein Saade im Fünfmeterraum seinen Torinstinkt und schob zum 1:0 ein (7.). Keine Viertelstunde war um, da eroberte der Torjäger die Kugel gleich selbst, spielte noch einen Gegner aus und traf von der Strafraumgrenze zum 2:0 (13.). Ein Doppelschlag noch vor der Pause minimierte die ohnehin geringen Hoffnungen der Gastgeber auf einen Punktgewinn: Eine Szene auf der linken Seite, bei der sich SVBV-Verteidiger Kai Schiffbach an der Hand verletzte und ausschied, spielten die Gäste souverän zu Ende. Pascal Pagga drückte den Ball nach Querpass Hussein Saades über die Linie (42.). Besonders unzufrieden war Frank Fischer mit dem 0:4, denn drei seiner Abwehrspieler konnten Mohamad Saade nicht stoppen, der das Leder aus 14 Metern unter die Latte drosch (45.+1).

Der zweite Durchgang begann mit der einzig nennenswerten Torchance der Gastgeber, doch Jan-Christoph Kornaus Distanzschuss lenkte STK-Schlussmann Felix Bibow über den Querbalken. Der Spitzenreiter kam auch nur noch einmal zum Zuge. Hussein Saade traf mit seinem dritten Tor zum 5:0-Endstand (63.).

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 29.10.2018

Herren 27.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Eine Mammutaufgabe

Fußball-Bezirksliga Hannover: Eindeutiger könnten die Vorzeichen kaum sein: Der Tabellenletzte SV Bruchhausen-Vilsen erwartet den Spitzenreiter STK Eilvese – und ist natürlich der krasse Außenseiter. Das weiß auch Trainer Frank Fischer, der dennoch an die Chance seiner Elf glaubt: „Kirchdorf hat es letzte Woche beim 3:3 in Eilvese gezeigt: Wenn man mit dem richtigen Engagement in so ein Spiel geht, kann man auch einen Punkt holen.“ Seine Mannschaft werde versuchen, die Schlüsselspieler der Gäste wie etwa Mohamad und Hussein Saade sowie Tobias Alker aus dem Spiel zu nehmen. „Das müssen wir gemeinschaftlich schaffen“, weiß Fischer, dass aufgrund der großen individuellen Qualität in Reihen des STK sein gesamtes Team gefordert ist. Das sei eine Mammutaufgabe, „aber wir werden alles versuchen.“

Anpfiff: Sonntag, 15 Uhr, Bruchhausen-Vilsen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 27.10.2018

Herren 22.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Eine bessere Halbzeit

Vilsen unterliegt Sulingen mit 3:5

Sulingen / Bruchhausen-Vilsen. Zunächst sah es nach einem gebrauchten Tag aus, am Ende konnte Frank Fischer jedoch auch positive Lehren ziehen. Immerhin ließ sich der von ihm trainierte Fußball-Bezirksligist SV Bruchhausen-Vilsen beim FC Sulingen nach dem 0:3-Halbzeitrückstand nicht hängen und verkürzte noch auf 3:5.

"Nach der Halbzeit hätte ich alle auswechseln können", gestand der Coach. Das Team habe komplett neben sich gestanden, sei zu weit weg vom Gegner gewesen und habe ihn dadurch kombinieren lassen. Mit ihrer Routine bestraften die Sulinger diese Nachlässigkeiten sofort. Viktor Gense (16.), Lars Mesloh (20.) und Marian Pingel (35.) brachten ihr Team umgehend nahezu uneinholbar in Führung. Vor der Pause ließ Niklas Schröder nach schönem Diagonalball durch Jan-Christoph Kornau noch eine Großchance liegen und schoss über das Tor.

Für den zweiten Durchgang richtete Fischer seine Mannen offensiver aus, ließ sie energischer gegen den Ball arbeiten. Und das fruchtete. Mit einem weiten Pass in die Spitze bediente Kornau nun Justus Wicke, der unmittelbar nach Wiederanpfiff traf (46.). Svend Kafemann (57.) und Marian Pingel (66.) begruben die Vilser Träume einer Aufholjagd zwar schnell. Niklas Schröder durfte sich nach Vorlagen von Wicke und dem eingewechselten Luca-Ole Rother jedoch noch über einen Doppelpack zum 3:5 freuen. "Die zweite Halbzeit war eindeutig besser", bilanzierte Fischer dann auch. Dennoch ärgerte er sich über die zu häufigen Rückstände. Positive Ansätze gab es angesichts dieser 45 Minuten immerhin mehrere. Nicht nur, dass die Vilser diese für sich genommen gewannen. "Die Einstellung war da. Wir wollten uns anders präsentieren", stellte Fischer fest.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 22.10.2018

 

Herren 17.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Abschied im Winter

Trainer Frank Fischer wird den SV Bruchhausen-Vilsen am Ende des Jahres verlassen – Nachfolgersuche läuft

Bruchhausen-Vilsen. Frank Fischer hatte einen klaren Plan: Nach zehn Jahren als Trainer der Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen wollte er sich im kommenden Sommer mit insgesamt zwei Aufstiegen und dem Klassenerhalt in der Bezirksliga verabschieden. Dieses Szenario wird aber so nicht eintreten: Fischer wird die Vilser im dritten Jahr seiner aktuellen Amtszeit, die im Sommer 2016 begann, bereits im Winter verlassen, wie der Coach und auch der 1. Vorsitzende Thomas Warnke bestätigten. Ein Nachfolger könnte bereits in der kommenden Woche feststehen.

Es ist keine Trennung im Bösen – das machten sowohl Fischer als auch Warnke beim Gang an die Öffentlichkeit klar. Die Entscheidung, sich früher als geplant zu trennen, war schon länger gereift. Nach dem Heimspiel gegen Diepholz (2:3) am vergangenen Sonntag informierte Fischer die Mannschaft. Es gab Applaus für die ehrlichen Worte des Trainers und seine Einschätzung zur Situation. Dass es sportlich nicht läuft und die Vilser derzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangieren, sei nicht der Grund für die Trennung. "Das macht man im Laufe der Saison ohnehin nicht gerne. Außerdem hatte Frank bei uns einen großen Kredit", machte Warnke deutlich. Außerdem hätte man sonst wohl kaum vereinbart, noch bis zum Jahresende gemeinsam weiterzumachen. Sieben Spiele sind es bis dahin noch. Auch Fischer selbst hat den Klassenerhalt noch nicht abgeschrieben. "Wir haben sehr gute A-Jugendliche, auf die wir in der Rückserie noch mehr bauen können. Außerdem kommen mit Christian Mewes und Moritz Warnke zwei gute und erfahrene Spieler nach ihren Verletzungen zurück. Die Relegation ist auf jeden Fall möglich."

Wiederhold schmerzlich vermisst

Doch wenn die Aussichten gar nicht so schlecht und die Hoffnungen auf den Klassenerhalt nicht unbegründet sind – woran hapert es dann? Fischer erklärte seinen Rücktritt mit der großen Belastung ohne einen Co-Trainer an seiner Seite: "Ich habe die Arbeit unterschätzt, alles allein zu leisten." Ihm habe jemand gefehlt, um sich auf Trainer-Ebene auszutauschen, um eine zweite Meinung zu hören und um auch mal beim Training gezielter auf einzelne Spieler eingehen zu können. Kurzum: "Lutz Wiederhold fehlt mir an allen Ecken und Enden." Mit Wiederhold hatte Fischer bis zum Bezirksliga-Aufstieg im Sommer in Vilsen zusammengearbeitet, dann beendete der Co, der auch als Spieler noch ausgeholfen hatte, seine Laufbahn. Die Lücke, die er hinterlassen hatte, schlossen die Vilser im Sommer nicht – eine Entscheidung, die sowohl der Vorstand als auch Fischer mittrugen: "Wir haben zu Saisonbeginn gesagt, wir machen es ohne Co-Trainer, weil der Neue sich an Lutz hätte messen lassen müssen", erklärte Warnke. Wiederhold sei als Mensch und Trainer hoch angesehen gewesen. "Ich hatte gehofft, dass es ohne Co-Trainer geht", sagte Fischer. Ein Trugschluss, wie auch Warnke eingestand: "Es war ein gemeinsamer Fehler von uns, dass so zu entscheiden." Mit Betreuer Norbert Schmusch und Torwarttrainer Andreas Mann verfügen die Vilser zwar über zwei engagierte Männer an Fischers Seite, beide sind aber keine klassischen Co-Trainer.

Die Atmosphäre habe sich zuletzt verändert: "Die Lockerheit ist flöten gegangen", spürte Warnke, dass sich etwas in die falsche Richtung entwickelte. Auch Fischer selbst habe gespürt, "dass ich unleidlich werde". Das habe er nicht an der Mannschaft auslassen wollen. "Das geht auch nicht. Da muss man gerade auch bei den jüngeren Spielern vorsichtig sein." Deshalb habe man sich zusammengesetzt. "Wir als Verein haben die oberste Leitlinie, dass sich alle wohlfühlen. Am Ende ist Fußball für uns alle ein Hobby", machte Warnke deutlich. Durch die Trennung erhoffe man sich zudem einen Impuls im Abstiegskampf. "Das geht jetzt natürlich wie eine Schockwelle durch den Verein, aber das kann auch ganz hilfreich sein."

Die Planungen für die Zukunft auf der Trainerposition laufen bei den Vilsern schon seit längerer Zeit, schließlich hatte Fischer schon kundgetan, nach seinem dritten Jahr Schluss machen zu wollen. "Wir haben schon Namen diskutiert", betonte Warnke, ohne allerdings in die Tiefe gehen zu wollen. Eine schnelle Lösung, vielleicht schon in der kommenden Woche, sei denkbar. Fest steht für die Verantwortlichen bereits, dass es ein Trainer der jungen Generation unter 40 Jahren sein soll. Und auch die Lehren aus der jetzigen Situation haben Warnke und die anderen Vorstandsmitglieder gezogen: Ein zweiter Mann soll auf jeden Fall dabei sein. "Den soll der neue Trainer aber mitbestimmen."

Und wie geht es für Frank Fischer weiter? "Ich werde auf keinen Fall aufhören, denn so will ich nicht abtreten", machte der Coach deutlich, dass er ein weiteres Engagement eingehen will – aber nur, wenn die Bedingungen passen: "Allein auf der Kommandobrücke werde ich definitiv nicht mehr stehen." Erst einmal wolle er sich ohnehin auf die kommenden Aufgaben mit seiner Mannschaft konzentrieren und sich möglichst erfolgreich verabschieden. Das wünscht sich auch Warnke: "Das Beste wäre, wenn zum Ende der Hinrunde alle fragen, warum Frank geht."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.10.2018

Herren 16.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Frank Fischer verlässt zum Ende der Hinrunde den SVBV

Frank Fischer wird den SVBV zum Ende der Hinrunde verlassen. Am vergangenen Sonntag wurde die Mannschaft durch Frank persönlich informiert. Mit dem heutigen Tage wurde die Presse in Kenntnis gesetzt. In den nächsten Tagen werden entsprechende Berichte in der Tagespresse erscheinen. Bis zum Ende der Hinrunde werden Mannschaft, Trainer und Vorstand alles für den Klassenerhalt geben.

Der SVBV wird Frank und seinem Team jede erdenkliche Unterstützung zukommen lassen. Bezüglich eines Nachfolgers sind wir optimistisch in den nächsten Tagen eine Lösung zu präsentieren.

Der Vorstand

Herren 15.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: "Es fehlt nicht viel, aber immer ein bisschen"

Auf eigenem Platz verliert der SV Bruchhausen-Vilsen gegen die SG Diepholz mit 2:3

Bruchhausen-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat auf eigenem Platz gegen die SG Diepholz mit 2:3 (1:2) verloren und bleibt weiterhin Tabellenschlusslicht der Bezirksliga Hannover. Insbesondere in der Anfangsphase verdarb sich die von Frank Fischer trainierte Elf durch haarsträubende Fehler ein besseres Ergebnis.

Allen voran Torhüter Bennet Knake, der in der sechsten Minute aus dem Kasten kam, um einen Ball zu klären, diesen aber gegen Niko Senkler vertändelte, der das Geschenk dankend annahm (6.). Vilsen hatte sich viel vorgenommen, ließ sich jedoch nur zwei Minuten später schulbuchmäßig auskontern. Niko Senkler scheiterte im ersten Anlauf noch an Bennet Knake, den Nachschuss versenkte er aus der Drehung sehenswert zum 2:0 (8.).

Frank Fischer sah sich genötigt, den "vogelwilden" Auftritt seines Teams durch defensive Umstellungen zu stabilisieren, was trotz leichter Vorteile für die Gäste mit zunehmender Spieldauer funktionierte. Noch vor der Pause gelang den Hausherren sogar der Anschlusstreffer: Tjark Czernek erreichte mit seiner butterweichen Flanke Luca-Ole Rother, der das Leder über die Linie bugsierte (45.).

Nach Wiederanpfiff drängten die Gäste auf den Ausgleich, den Nico Schröder in der 55. Minute auf dem Fuß hatte. Sein Schuss aus 14 Metern strich knapp am Tor vorbei. Ein weiterer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung sorgte für die Vorentscheidung. Mit drei Pässen kam Diepholz vor das Vilser Tor, wieder war es Niko Senkler, der mit dem 3:1 alles klar machte (61.).

Fischers Zuversicht ungebrochen

Die Gastgeber versuchten alles und bekamen nach einem Foul an Nico Schröder einen Strafstoß zugesprochen. Florian Wacker vollstreckte sicher, mehr war für den SVBV aber nicht zu holen (78.). Im Gegenteil, Bennet Knake verhinderte mit einer starken Parade das vierte Gegentor. "Es fehlt nicht viel, aber eben immer ein bisschen etwas", blieb Frank Fischer trotz fehlender Punkte zuversichtlich. "Doch das lässt sich in der Rückrunde noch einfangen."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 15.10.2018

 

Zurück 1 3 4 5 6 7 8 9 ... 12 13
Beitragsarchiv