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Herren 23.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Bruchhausen-Vilsen unter großem Druck

Gegen den TuS Kirchdorf zählt für den Bezirksligisten nur ein Sieg

Die Rechnung von Patrick Tolle ist recht simpel: Sieben Punkte hatte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen aus den ersten vier Spielen der Restrunde gefordert. Nach der bitteren 1:2-Niederlage bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst am vergangenen Wochenende ist seine Elf im nächsten Kellerduell also unter Zugzwang. Gegen den TuS Kirchdorf zählt für die Lilahemden am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) nur ein Sieg.

Auch wenn das Ergebnis am vergangenen Wochenende nicht stimmte, machte Tolle doch einige positive Ansätze aus. So habe seine Mannschaft defensiv ganz gut gestanden. Allerdings kippte die Partie in der Schlussphase trotzdem. „Das erhöht den Druck natürlich“, weiß Tolle um die Situation seiner Mannschaft, die fünf Punkte Rückstand auf die Gäste aufweist, allerdings auch eine Partie mehr ausgetragen hat. Boden gutmachen können die Gastgeber, die definitiv auf Christian Mewes verzichten müssen, nur mit einem Sieg.

Den Kontrahenten kennt Tolle durchaus, denn mit seinen Jugendmannschaften hat er einige Male gegen den Kirchdorfer Nachwuchs gespielt. Und auch darüber hinaus hat er sich mit dem TuS beschäftigt. Das Hauptaugenmerk des Trainers richtet sich allerdings auf seine Mannschaft. „Dienstag haben wir noch einmal über das Seckenhausen-Spiel gesprochen“, verrät er. Damit sei das Kapitel aber auch abgeschlossen. „Schließlich liegen die wichtigsten Aufgaben noch vor uns“, weiß er. Denn auch wenn noch 30 Punkte zu vergeben sind, greift sein Team doch bereits nach dem letzten Strohhalm.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 21.03.2019

Herren 18.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Unerwartetes Ende

Im Kellerduell der Bezirksliga Hannover setzt sich die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst nach einem umkämpften Spiel mit 2:1 (0:1) gegen den SV Bruchhausen-Vilsen durch.

Brinkum. 88 Minuten waren gespielt, im Kellerduell der Fußball Bezirksliga Hannover zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem SV Bruchhausen-Vilsen stand es 1:1. Alles sah nach einer Punkteteilung aus, doch dann folgte der Moment, der die Anhänger der TSG lautstark jubeln ließ: Nach einem schönen Kombinationsspiel zwischen Jannis Helmbold und Sebastian Kirchner war es Helmbold, der frei vor dem Tor stand, den Ball an Vilsens Keeper Maximilian Kues links vorbeischoss und mit seinem Treffer den hart erkämpften 2:1 (0:1)-Erfolg für seine TSG perfekt machte.

„Fußballerisch war das vielleicht nicht die beste Leistung von uns. Aber kämpferisch haben die Jungs heute alles gegeben. Ich bin wirklich stolz auf sie“, sagte ein zufriedener TSG-Coach André Schmitz nach der Partie. Bei den Anhängern des SV Bruchhausen-Vilsen herrschte dagegen große Enttäuschung: „In der ersten Halbzeit waren wir klar am Drücker. Leider haben wir nach unserem Führungstreffer zu wenig Kapital daraus geschlagen“, bedauerte Vilsens Coach Patrick Tolle.

Das einzige Bezirksliga-Spiel, das an diesem Wochenende ausgetragen wurde, versprach mit zwei neuen Trainern und einer guten Vorbereitung einiges. Doch das erhoffte Spektakel blieb zunächst noch aus. Beide Mannschaften tasteten sich langsam in das Spiel hinein. Das erste Lebenszeichen der Gastgeber folgte in der zwölften Minute durch Sebastian Kirchner, der nach einer Ecke zum Kopfball kam, SVBV-Keeper Kues parierte aber blitzschnell und hielt damit die Null fest. Danach passierte erst einmal nicht viel. Die Partie spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften setzten nur wenige Akzente im Spiel nach vorne. Vilsen profitierte überwiegend von den Fehlern der TSG und kam dadurch ab und an mal in den gegnerischen Strafraum, während die Gastgeber ebenfalls nur selten vor das Tor des SVBV kamen. „Nach den starken zehn Minuten zu Beginn haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren“, wusste Schmitz, dessen Team kurz vor der Pause den Gegentreffer kassierte. Nach einem Freistoß aus knapp 30 Metern war es Mathis Wohlers, der mit seinem Treffer für das 1:0 des Tabellenletzten sorgte. Mit diesem Ergebnis ging es für beide Mannschaften in die Pause.

Am Spiel änderte sich nach Wiederanpfiff erst einmal nichts. Dieses Mal versuchten die Teams über lange Bälle nach vorne zu kommen. Das klappte nach dem Seitenwechsel bei den Seckenhausern besser, da sie nun mit Rückenwind spielten. Einen richtigen Vorteil konnten sie daraus aber nicht schlagen. Entweder war der Ball zu lang oder die TSG-Spieler verstolperten ihn, sodass es kaum zu einem richtigen Angriff der Gastgeber kam. In der 70. Minute jubelten erneut die Vilser: Nick Brockmann traf zum 2:0, doch Schiedsrichter Tom Adler entschied auf Abseits. „Wäre dieser Treffer regulär gewesen, wäre das Spiel wahrscheinlich in eine ganz andere Richtung gegangen“, war sich Tolle sicher.

Doch zu einem weiteren Torerfolg sollte es für die Gäste nicht kommen – im Gegenteil. Die Seckenhauser kämpften sich von Minute zu Minute heran. Nachdem Philip Kleingärtner in der 78. Minute aus knapp 25 Metern sein Glück probiert hatte und an Vilsens Keeper Kues gescheitert war, sorgte Finn Werner vier Minuten später für den Ausgleichstreffer für die TSG (82.). Etwas später hatte Sebastian Kirchner das 2:1 auf dem Fuß, verfehlte das Tor aber knapp (85.). Drei Minuten darauf folgte dann der erlösende Führungstreffer durch Jannis Helmbold, dessen TSG mit den drei Punkten dem Relegationsplatz einen großen Schritt näher gekommen ist. „Die Jungs haben bis zur letzten Minute die Ruhe bewahrt. Das muss ich ihnen hoch anrechnen. Wir haben zwar noch viel Arbeit vor uns, aber nach diesem Spiel bin ich zuversichtlich“, freute sich TSG-Trainer Schmitz. Bei den Vilsern sieht es dagegen düster aus. Nach der Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten stehen sie weiterhin mit zehn Punkten auf dem letzten Rang. „Gegen Kirchdorf müssen nun drei Punkte her, ansonsten sieht es ganz schlecht für uns aus“, war sich SVBV-Coach Patrick Tolle dem Ernst der Lage voll und ganz bewusst.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 18.03.2019

Herren 15.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Ein Endspiel – oder doch nicht?

Mit neuen Trainern, aber auch mit jeder Menge neuem Optimismus gehen die Kellerkinder TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und SV Bruchhausen-Vilsen die Restrunde an. Zum Auftakt treffen sie direkt aufeinander.

Vorletzter gegen Letzter, elf Spieltage vor Saisonende: Mehr Kellerduell als zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem SV Bruchhausen-Vilsen (Sonntag, 15 Uhr) geht nicht. Es liegt allzu nahe, die Partie zum Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt auszurufen. Darüber hinaus stellt sich die Frage: Wie gut kehren eigentlich neue Besen? Schließlich ist es sowohl für André Schmitz auf TSG-Seite als auch für Patrick Tolle auf SVBV-Seite das erste Pflichtspiel auf der Trainerbank.

So bedrohlich die Lage für beide Mannschaften auch ist, so kann für Schmitz von Endspiel jedoch keine Rede sein. Er stellt eine andere Rechnung auf: „Wir haben noch elf Spiele und brauchen für den Klassenerhalt 30 Punkte. Das heißt, uns fehlen 19 Punkte. Natürlich wäre es schön, wenn wir mit einem Sieg starten, aber auch wenn wir nicht gewinnen, ist nichts verloren.“ Das Ziel sei es, auch nach dem Spieltag nicht Letzter zu sein. Sprich: Die TSG will mindestens einen Zähler und auf keinen Fall verlieren, denn dann würden die Vilser auf jeden Fall an den Gastgebern vorbeiziehen. Genau darauf hofft natürlich Patrick Tolle, der dem Duell schon deutlich mehr Endspielcharakter beimisst als Schmitz. Ein Sieg soll der Startschuss für die Vilser Aufholjagd werden. „Für uns geht es in den nächsten Spielen schon um alles“, sagt der neue Trainer. Nach Seckenhausen warten auf die Lilahemden die Heimspiele gegen den TuS Kirchdorf, der mit fünf Punkten Vorsprung auf das Schlusslicht den Relegationsplatz belegt, und den TuS Sudweyhe, der nach einer nur in Teilen befriedigenden Hinserie Neunter ist. „Da müssen wir punkten. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass das klappt“, strahlt er den Optimismus aus, mit dem er an seine neue Aufgabe herangegangen ist.

Aufbruchstimmung in beiden Lagern

Bei den Vilsern ist es ähnlich wie bei den Seckenhausern, die am Dienstag einen 4:1-Testspielsieg über den Kreisligisten TSV Weyhe-Lahausen feierten (Tore: Moritz Drescher, zweimal Sandro Wittig und Philip Kleingärtner). Es herrscht Aufbruchstimmung. Beide Mannschaften sind in der Vorbereitung mit Blick auf ihre Testspiele nicht ohne Makel geblieben, doch sowohl bei der TSG als auch beim SVBV gilt: Ergebnisse sind – zumindest teilweise – sekundär. Schmitz und Tolle haben gute Ansätze gesehen, auf denen sich aufbauen lässt. Der TSG-Trainer hat seiner Mannschaft neuen Mut eingehaucht und versucht, ihr die Angst vor Fehlern zu nehmen. Genauso wichtig: Er hat personell einige Alternativen. Diese kommen zwar überwiegend aus der zweiten und dritten Herrenmannschaft, doch das bedeutet für Schmitz kein Qualitätsproblem. Im Gegenteil: „Die Jungs sind unverbraucht. Sie sind mit ihrer Unbekümmertheit eine absolute Bereicherung für uns. Wenn man sieht, wie viel Gas sie geben, dann ist das beeindruckend.“ Mit Danny Pankratz (TV Stuhr) und Hergen Corßen-Katenkamp sind aber auch erfahrenere Kräfte zum Team gestoßen. Schmitz' großes Netzwerk konnten die Seckenhauser dagegen nicht nutzen: Als der 47-Jährige vor wenigen Wochen als Trainer installiert wurde, war die Wechselfrist bereits abgelaufen. Das ändert jedoch nichts daran, dass der Coach große Stücke auf sein Team hält: „Die Jungs könnten besser nicht sein“, sagt er.

Schmitz strahlt bedingungslosen Optimismus aus – genau wie sein Vilser Pendant Tolle. Der Glaube an die eigene Stärke ist auch beim SVBV zurückgekehrt. „Die Testspiele“, sagt der Trainer, „waren richtig gut.“ Fünf Partien hat der SVBV bestritten, die Bilanz ist mit drei Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage sehr gut. „Das ist für den Kopf ganz wichtig. Die Jungs sehen, dass es funktioniert.“ Jedes Erfolgserlebnis hat zur guten Stimmung rund um das Team beigetragen, das weiterhin auf die Unterstützung der ebenfalls von Tolle trainierten Bezirksliga-A-Jugend zählen kann. Die Talente haben eine besondere Motivation: Viele von ihnen werden zur kommenden Saison in den Herrenbereich aufsteigen. Dann wollen sie natürlich lieber im Bezirk als auf Kreisebene spielen. Dass sie eine Hilfe sind, haben sie bereits bewiesen.

Tolle zieht ein positives Fazit der Vorbereitung: „Wir hatten gute Spiele, wir haben gut trainiert und wir hatten durchgehend viele Spieler beim Training. Wir haben gezeigt, was wir können, aber wir haben auch gesehen, was wir nicht können. Daran arbeiten wir. Insgesamt freuen wir uns darauf, dass es wieder losgeht.“ Auch vor dem Seckenhauser Kunstrasen graut es den Vilsern nicht. „Wir haben technisch gute Spieler, die damit zurechtkommen werden“, ist der Coach überzeugt. Beide Teams starten mit offenem Visier in die Partie, die offiziell zwar nur für die Vilser ein Endspiel ist, aber auch für die TSG im Abstiegskampf eine entscheidende Rolle spielen wird.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 15.03.2019

 

Herren 03.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: SVBV feiert den dritten Erfolg

Bruchhausen-Vilsen. Der Fußball-Bezirksligist SV Bruchhausen-Vilsen hat gegen den Kreisligisten SC Marklohe mit dem 2:1 (1:0) den dritten Testspielerfolg gefeiert. Trainer Patrick Tolle war mit der Leistung seiner Mannen größtenteils zufrieden. „Natürlich ist da noch Luft nach oben, aber die Jungs machen eine gute Entwicklung.“

Über weite Teile waren die Vilser die klar bessere Mannschaft. Nach nur sechs Minuten gingen die Gastgeber durch Mathis Wohlers mit 1:0 in Führung. „Wir sind gut in die Partie gestartet, danach sind wir allerdings etwas eingebrochen“, gab Tolle zu. Durch das viele Rotieren und Ausprobieren kam das Spielsystem der Vilser etwas durcheinander. Mit der knappen Führung ging es dann in die Pause. Nach Wiederanpfiff waren die Gastgeber weiter spielbestimmend, doch dann folgte ein kleiner Dämpfer: Pascal Cousset erzielte in der 63. Minute per Elfmeter das 1:1. Doch die Vilser ließen sich davon nicht beeindrucken und zogen das Tempo weiter an. Marten Köhler erzielte neun Minuten vor dem Schluss das 2:1 und sorgte damit für den dritten Erfolg in Serie. „Der Sieg gegen Marklohe war Pflicht. Außerdem konnte ich aus dem Spiel wichtige Erkenntnisse ziehen. Ich habe einige A-Jugendspieler mitgenommen, die ihre Sache wirklich gut gemacht haben“, lobte Tolle.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 01.03.2019

Herren 18.01.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Zwischen Aufstiegs und Abstiegskampf

Vor Patrick Tolle liegt in Bruchhausen-Vilsen eine zweite Saisonhälfte der Extreme

Bruchhausen-Vilsen. Drei F bestimmen Patrick Tolles Alltag: Fahrschule, Freundin und Fußball. „Für viel mehr bleibt auch keine Zeit“, lacht der 36-Jährige. Die freien Zeitfenster sind seit Kurzem sogar noch ein bisschen kleiner geworden. Denn Tolle trainiert nicht mehr nur die A-Junioren, sondern nun auch die Herrenfußballer des SV Bruchhausen-Vilsen. Vor ihm liegt ein Halbjahr zwischen Aufstiegs- und Abstiegskampf.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Zeit für Tolle ein hohes Gut ist. Jedenfalls kommt er sofort zum Punkt. „Ich brenne für Fußball“, sagt der ehemalige Spieler des TSV Asendorf, des SV Mörsen-Scharrendorf und – natürlich – des SVBV. Der 36-Jährige strahlt Begeisterung aus, die auf seine Spieler abfärben soll. „Patrick ist ein Menschenfänger“, sagt sein Vorgänger Frank Fischer, inzwischen beim FC Sulingen tätig, über Tolle. Das ist ein großes Kompliment. Aber es ist vor allem die Eigenschaft, die Tolle brauchen wird in den kommenden Monaten. Beruf, Familie und jetzt sogar zwei Fußballmannschaften. „Das geht wirklich nur in einem absehbaren Zeitraum“, weiß er.

Auch weil das Ende der doppelten Mission im Sommer absehbar ist, hat er zugesagt, als der Verein um den Vorsitzenden Thomas Warnke an ihn herantrat und ihn fragte, ob er sich vorstellen könne, die Nachfolge Frank Fischers anzutreten – und das in einer nahezu aussichtslosen Situation. Aufsteiger Vilsen ist Letzter, hat in 19 Spielen nur zehn Punkte geholt. Das rettende Ufer ist bereits acht Punkte entfernt. Der direkte Klassenerhalt ist eine Herkulesaufgabe für Tolle, der zum ersten Mal eine Herrenmannschaft trainiert. Doch da gibt es ja noch den zweiten Rettungsanker: die Relegation. Fünf Zähler fehlen bis zu Rang 13 – nur, will man fast sagen, wenn man Tolle zuhört. „Das können wir packen. Das ist erst einmal unser Ziel“, sagt er selbstbewusst.

Tolle will Aufbruchsstimmung erzeugen beim SV Bruchhausen-Vilsen. Dass nur mickrige elf Partien bleiben, um das lila Wunder zu vollbringen, ist ihm ebenso bewusst wie die Tatsache, dass die Konkurrenten punkten werden und der SVBV noch auf die drei Top-Teams TuS Sulingen II, STK Eilvese und FC Sulingen trifft. „Da kann man eigentlich nichts einplanen“, weiß Tolle. Er ist Realist – aber eben auch Optimist. „Einer oder vielleicht auch drei Punkte und mehr sind trotzdem möglich.“ Der junge Trainer strahlt Zuversicht aus. Schließlich weiß er, wie Erfolg geht. „In den letzten vier Jahren habe ich, den Pokal eingerechnet, vielleicht zehn Spiele verloren“, sagt er nicht ohne Stolz.

Als er die A-Junioren der JSG Bruchhausen-Vilsen übernahm, läutete er eine Erfolgsära ein: Tolle, der zuvor bereits als Jugendtrainer des TSV Asendorf aktiv gewesen war und auch die A-Mädchen und die Frauen in Vilsen betreut hatte, führte das Team von der Kreis- in die Bezirksliga und wurde seitdem Vizemeister und Dritter. Momentan ist die JSG Zweiter, hat gute Aussichten im Aufstiegskampf bei nur drei Punkten Rückstand auf den TuS Sudweyhe. „Bei uns kommt wirklich etwas nach. Das ist eine tolle Mannschaft mit richtig guten Jungs“, sagt Tolle. Auch deshalb wollte er das Team nicht verlassen. „Ich bin von dieser Mannschaft so überzeugt, dass ich sie nicht im Stich lassen konnte“, beschreibt der SVBV-Trainer die enge Bindung, die er zu seinen Spielern aufgebaut hat.

Ebenjene Akteure sollen auch eine entscheidende Rolle im Herrenbereich einnehmen. Die jungen Wilden sind die Vilser Hoffnungsträger. Schon während der Hinrunde baute Fischer mehr und mehr auf die Jugendspieler und konnte keinen Qualitätsverlust erkennen. Im Gegenteil. Das hat auch Tolle zufrieden beobachtet. „Durch sie ist noch einmal Schwung reingekommen.“ Moritz Wohlers stand seinen Mann genauso wie Lasse Kleinschmidt und Jakob Warnke. Nick Brockmann hat sogar zwei Treffer erzielt. „Für die Jungs wäre es toll, wenn wir die Klasse halten, weil sie die Qualität für die Bezirksliga haben“, verweist Tolle auf die gute Zukunftsperspektive. Den Landesliga-Aufstieg mit der Jugend und den Bezirksliga-Klassenerhalt mit den Herren nennt Tolle seine „Wunschziele“. Den Juniorenposten hätte er im Sommer ohnehin abgegeben. „Deshalb wäre der Aufstieg der perfekte Abschluss.“

Der Start ist entscheidend

In der kommenden Saison wird sich Tolle komplett auf die erste Herrenmannschaft konzentrieren. Völlig neu ist die Bezirksliga für den Coach, der die Aufgabe auch aufgrund seines guten Verhältnisses zu Zweitherren-Trainer Fabian Schlechter und Klubchef Thomas Warnke angenommen hat, nicht: Er betreute die Lilahemden beim Heimspiel gegen Wetschen, als Frank Fischer verhindert war. Am Ende stand es 2:3. Wenn im März die Restrunde beginnt, dann zählen eigentlich nur noch Siege, besonders in den ersten beiden Wochen gegen die direkten Konkurrenten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und TuS Kirchdorf. „Diese Spiele sind sehr entscheidend. Wenn wir beide verlieren, dann sieht es schlecht aus. Mit einem Sieg sind wir nicht chancenlos. Aber wenn wir beide Spiele gewinnen, sind wir voll dabei“, erklärt Tolle, wie viel von einem guten Auftakt abhängt.

Ihm bleibt also keine Zeit, um sich im Herrenbereich zu akklimatisieren. Wenn er mit seinem Team die Bezirksliga halten will, muss er sofort abliefern. Dabei hat der Coach durchaus Respekt vor seiner neuen Aufgabe. „Es ist anders, eine Herrenmannschaft zu trainieren. Es ist ein anderes Miteinander. Ich trainiere jetzt Spieler, die so alt sind wie ich“, sieht er eine ganz andere Ausgangssituation als im Jugendbereich. Letztere Aussage ist übrigens nicht aus der Luft gegriffen: Simon Röper ist mit 36 Jahren genauso alt wie sein Trainer. „Alle müssen lernen, damit umzugehen“, fordert dieser. Immerhin bleibt ein bisschen Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen: Der späte Restrundenstart kommt den Vilsern in dieser Hinsicht entgegen. Ein Plus ist auch, dass sich Tolle nicht mehr groß einarbeiten muss: „Ich kenne die Jungs und die Jungs kennen mich“, weiß der Fahrlehrer, der etwa seinen jetzigen Spieler Marten Köhler bereits im Jugendbereich betreute.

Obwohl das erste Pflichtspiel erst in knapp zwei Monaten stattfindet, haben Tolle und der SVBV keine Zeit zu verlieren. „Alle sollen den neuen Schwung merken“, sagt der Trainer. Ausdauer- und Krafteinheiten finden bereits statt. Unter anderem steht ein Lauftraining um den Werdersee an, ehe es danach in die Soccerhalle geht. Am 29. Januar bittet Tolle sein Team dann das erste Mal auf den Platz. „Bis dahin wollen wir das Läuferische auf einem guten Level halten“, erklärt er. Denn eines will er unbedingt vermeiden. „Wenn es nicht für den Klassenerhalt reicht, wollen wir uns nicht nachsagen lassen, dass wir nicht gekämpft haben. Deshalb müssen wir mehr machen als die die anderen Mannschaften.“

Die kommenden Monate werden für alle Vilser sehr intensiv. Dienstags werden A-Junioren und Herren gemeinsam trainieren, die zweite Einheit der Senioren findet nun freitags statt, damit die zahlreichen Studenten mit dabei sein können. Tolle wird also einiges verändern, wobei er betont, dass längst nicht alles schlecht war: „Die Mannschaft hat Qualität, das hat man in vielen Spielen gesehen. Oft fehlte nur das letzte Quäntchen.“ Defensiv sicher stehen und im Aufbau auch spielerische Lösungen finden – unter anderem daran will Tolle, der die längeren Ausdauerläufe selbst mitmacht, mit seinem Team arbeiten. Er weiß: „Mir wird sicher niemand den Kopf abreißen, wenn wir absteigen.“ Mit diesem Gedanken beschäftigt er sich aber derzeit nicht. „Ich glaube an den Klassenerhalt. Wir können eine Euphorie entfachen“, sagt er. Wer sollte das besser können als Tolle, der Begeisterer?

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.01.2019

Herren 18.01.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Noch ist die Lage nicht hoffnungslos

Der SV Bruchhausen-Vilsen muss nach seiner Rückkehr auf Bezirksebene viele Nackenschläge verkraften

Bruchhausen-Vilsen. Die Aufstiegseuphorie des SV Bruchhausen-Vilsen hielt nicht lange an: Die Lilahemden, die acht Jahre auf ihre Rückkehr hingearbeitet hatten, mussten schnell erkennen, dass in der Bezirksliga ein anderer Wind weht als in der Kreisliga. Dementsprechend ernüchternd fiel das Fazit von Frank Fischer aus, als er am Ende des Jahres den Trainerposten beim SVBV an Patrick Tolle abgab. "Zehn Punkte sind natürlich viel zu wenig", redete er nicht um den heißen Brei herum. Fischer übergab einen Abstiegskandidaten.

"So habe ich mir das natürlich nicht vorgestellt", sagte der erfahrene Coach, der beim Klassengefährten FC Sulingen inzwischen eine neue Aufgabe gefunden hat. Immerhin hinterließ er keine hoffnungslose Mannschaft. Denn mit den vier Punkten aus den beiden abschließenden Begegnungen beim SC Twistringen (2:2) und gegen den TuS Lemförde (4:2) machte der SVBV noch einmal Boden gut. "Das war wirklich extrem wichtig", wusste Fischer um die Bedeutung dieser vier Zähler. Unter dem Strich aber habe er mit der Mannschaft einige Punkte zu wenig gesammelt. Dass den Vilsern in 19 Begegnungen insgesamt nur zwei Siege gelingen würden, hatte vor der Saison wohl niemand erwartet. Nur noch die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst konnten die Lilahemden mit 3:1 bezwingen. Unter dem Strich war das zu wenig. "Wir hatten ein paar Spiele, in denen mehr möglich war", stellte Fischer mit Blick etwa auf die 0:1-Niederlagen gegen den TSV Bassum und den SV Heiligenfelde oder auch das 1:2 gegen R-W Estorf-Leeseringen. "Wir hätten den Abstand auf den Relegationsplatz gern auf nur einen oder zwei Punkte verkürzt", bedauerte Fischer. Nun sind es fünf Zähler.

Doch vor allem auswärts schwächelte der Aufsteiger. Er blieb in zehn Partien sieglos. Dabei war der Auftakt mit dem 2:2 in Heiligenfelde durchaus vielversprechend verlaufen. Doch es folgten vier Niederlagen, mit denen die Vilser hart in der neuen Spielklasse landeten. Besonders das 2:5 in Lemförde schmerzte. Auch in Kirchdorf verloren die Lilahemden und mussten beim 0:2 wichtige Punkte an einen direkten Konkurrenten abgeben. Ein echter Wirkungstreffer war zudem das späte Gegentor beim TuS Sudweyhe, als die Fischer-Elf in der Schlussphase einen Sieg verspielte und sich letztlich mit einem 2:2 begnügen musste. "Das tat massiv weh. Das waren nicht nur zwei Punkte, die wir verloren haben, sondern viel mehr", erklärte der Coach, warum das Team danach in ein Loch fiel. Gegen Drakenburg erkämpfte es sich ein 0:0, doch acht Niederlagen in Serie zehrten an den Nerven und an der Stimmung. Selbst Fischers frühe Ansage, den Klub im Winter zu verlassen, setzte zunächst keine neuen Kräfte frei. Vilsen wirkte fast schon gelähmt. Dass die Trainingsbeteiligung vor allem wegen zahlreicher Studenten gering war, erschwerte die Wende zusätzlich. "Wenn sechs bis acht Spieler trainieren, reicht das in Summe für die Bezirksliga nicht mehr – bei allem Talent, das die Jungs haben", sagte Fischer. Erst im Schlussspurt, als die Jugendspieler in den Fokus rückten und mit ihrer Unbekümmertheit dem Team gut taten, nahmen die Lilahemden noch einmal Schwung auf und hielten die Hoffnungen auf den Ligaverbleib am Leben, vor allem weil die Kellerkonkurrenz massiv schwächelte. Kirchdorf, Lemförde und Seckenhausen entwickelten wie Vilsen keine Konstanz.

Auch deshalb sah Fischer nicht schwarz für die Restrunde. "Mit Patrick Tolle hat der Verein einen tollen Trainer gefunden, dazu kommen die vielen jungen Spieler. Die Relegation ist möglich. Vilsen wird Vollgas geben." Davon kann sich der Übungsleiter selbst überzeugen, wenn er am 5. Mai mit dem FC Sulingen an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.01.2019

Herren 09.12.2018 von Hermann Hamann

Ü60 Super Oldies: Doppelkopf Vereinsmeister 2018 wurde Reinhard Kleinschmidt

Am 7.12.2018 fanden die Vereinsmeister-schaften im Doppelkopf statt. Im Vereinslokal Gasthaus Mügge fanden sich 33 Teilnehmer ein. Wenn nicht zeitgleich ein Werder-Heimspiel stattgefunden hätte, hätte sicherlich das eine oder andere Vereinsmitglied den Weg ins Lokal gefunden. Insgesamt hervorragend organisiert von Werner Kastendieck, war es eine spannende Veranstaltung, Sowohl in der Ü-60 Mannschaft und auch als Schützenkönig in Berxen 2018 treffsicher, stellte Reinhard Kleinschmidt diesmal auch seine Kartenspielkunst unter Beweis.

Herren 06.12.2018 von Thomas Warnke

2. Herren: Mehr als nur zweite Wahl

Mit dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse Diepholz hat sich die Zweitvertretung des SVBV ein eigenes Profil erarbeitet 

Fabian Schlechter, Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen II, erinnert sich gerne an die vergangene Saison zurück. In seinem ersten Jahr als Trainer durfte er direkt den Aufstieg von der 2. in die 1. Fußball-Kreisklasse feiern und setzte damit nicht nur in der Liga ein Ausrufezeichen. „Das Ansehen im Verein und drumherum ist durch den Aufstieg natürlich gestiegen“, erzählt Schlechter, der zuvor für die erste und zweite Mannschaft der Vilser gespielt hatte.

Vor fünf Jahren habe sich die Zweitvertretung als fünftes Rad am Wagen gefühlt. Die A-Jugendspieler wollten lieber bei der ersten Mannschaft spielen, und auch die Kommunikation zwischen den Teams sei nicht die beste gewesen. Das habe sich aber unter der Leitung des ehemaligen Trainers Jonas Lampe geändert. „Mal haben A-Jugendspieler bei uns ausgeholfen, dann sind einige Spieler von uns bei der ersten Mannschaft eingesprungen. Es ging in eine gute Richtung“, erinnert sich Schlechter.

Nachdem die Mannschaft in der Saison 2016/2017 den Aufstieg in die 1. Kreisklasse knapp verpasst hatte und Trainer Lampe aus privaten Gründen aufhören musste, wussten viele nicht, wie es weitergehen soll. „Einige Spieler wollten nach dem Weggang von Lampe die Mannschaft verlassen. Als ich den Posten übernahm, blieben die meisten und es kamen sogar welche dazu“, erzählt der SVBV-Coach, dem gleich 26 Spieler zur Verfügung standen. In seinem ersten Jahr als Trainer wurde Schlechter sogleich unter Druck gesetzt: „Vom Umfeld kam die Ansage, dass wir aufsteigen sollen, weil die Jungs zuvor so eine gute Leistung abgeliefert hatten“, berichtet der Trainer, der vor der Saison einen Fragebogen an seine Spieler verteilte und wissen wollte, was sie sich als Ziel für die Saison setzten. Alle waren sich einig, das der Aufstieg realistisch sei. „Das hatte ich nicht erwartet“, gibt der Coach zu. Seine Vilser legten in der Saison 2017/2018 einen souveränen Auftritt hin: 17 Siege, drei Unentschieden und nur vier Niederlagen verbuchte der SVBV und stieg mit 54 Punkten am Ende auf. „Damit haben wir ein Statement gesetzt und ein attraktives Feld für unsere Nachwuchsspieler geschaffen“, betont Schlechter.

Für die jetzige Saison hat sich der Aufsteiger ein anderes Ziel gesetzt: „Wir möchten gerne am Ende auf einem einstelligen Platz stehen. Am besten wäre Rang fünf.“ Momentan sieht es ganz gut aus, denn nach 17 Partien sind die Vilser Tabellenvierter. Doch an den nächsten möglichen Aufstieg möchte Schlechter keinen Gedanken verschwenden: „Wir hatten ein bisschen Glück gehabt und zum Ende hin ist bei uns auch die Konstanz reingekommen. Dennoch bleiben wir realistisch, schließlich sind wir ein Aufsteiger“, macht er deutlich. Im finalen Spiel des Jahres habe es der SV Bruchhausen-Vilsen II gegen den TV Stuhr II, trotz des 3:0-Sieges, noch einmal spannend gemacht. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, doch vor der Pause gab es für uns nichts zu holen“, berichtet Schlechter, dessen Team nach Wiederanpfiff immer stärker wurde und in der 70. Minute durch Daniel Freund in Führung ging. Danach gab es Situationen, in denen Stuhr noch den Ausgleich hätte erzielen können, doch Rene Vogel und Lorenz Heyne erzielten in der Nachspielzeit die wichtigen Tore zum 3:0-Endstand (90.+1, 90.+4).Für das kommende Jahr möchte alle drei Mannschaften noch näher zusammenrücken und der Ersten dabei helfen, die Klasse zu halten. Schlechter glaubt, dass diese Aufgabe mit Neu-Coach Patrick Tolle zu schaffen sei: „Weil er die A-Jugend und die erste Mannschaft gleichzeitig trainieren wird, bin ich mir sicher, dass die Vernetzung zwischen den Teams noch besser klappen wird.“ Dennoch stehe seine Mannschaft an erster Stelle. „Wir haben uns in den Jahren etwas aufgebaut und wollen es in Zukunft so erfolgreich wie möglich weiterführen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir langfristig etwas Großes schaffen können“, ist Fabian Schlechter zuversichtlich.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.12.2018

Herren 03.12.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Ein dreifaches "Hurra" für Frank Fischer

Bruchhausen-Vilsen. Ein letztes Mal durfte Frank Fischer mit dem 4:2-Erfolg gegen den TuS Lemförde als Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen jubeln. Die Mannschaft versammelte sich nach der Partie in einem Kreis und Ersatz-Kapitän Niklas Schröder sprach noch einmal zur Runde: "Ich bin richtig stolz auf euch. Wir hatten heute viel Druck, haben es aber gut gemeistert und Frank einen gebührenden Abschluss beschert." Daraufhin wurde Fischer in die Mitte gebeten und mit einem dreifachen "Hurra" verabschiedet.

Fischer blickte auf zehn besondere Jahre in zwei Amtszeiten beim SVBV zurück. Besonders positiv sei dabei vor allem der Aufstieg in diesem Jahr gewesen. "Das werde ich natürlich nicht vergessen. Das war ein toller Moment", erzählte Fischer, der nach dem Sprung in die Bezirksliga und durch den Weggang von Co-Trainer Lutz Wiederhold im Sommer auf die Probe gestellt worden war. "Solange Lutz da war, lief alles sehr gut. Er war nicht nur ein guter Co-Trainer, sondern auch ein guter Freund", berichtete Fischer, der zuletzt alleine als Trainer fungierte. "Ich wollte den Verein nicht im Stich lassen und habe weitergemacht. Im Nachhinein war das eine unkluge Entscheidung von mir", betonte Fischer, dem die Arbeit irgendwann zu viel wurde.

Ein außergewöhnlicher Trainer

Der SVBV-Vorsitzende Thomas Warnke bezeichnete das letzte Spiel von Fischer als komisch, "weil es im Guten auseinandergeht". Die Arbeit des langjährigen Trainers wusste er immer zu schätzen: "Er ist schon ein außergewöhnlicher Trainer mit sehr viel Fachwissen. Außerdem war er mit einigen Pausen über zehn Jahre bei uns. Das ist schon etwas Besonderes", betonte der Vilser Vorsitzende, der für Fischer noch eine Abschiedsfeier geplant hat.

Unter der Leitung von Frank Fischer habe nicht nur er, sondern die gesamte Mannschaft in den vergangenen zweieinhalb Jahren einiges gelernt, stellte Christian Mewes rückblickend fest. "Aufgrund der ganzen Zu- und Abgänge musste Frank immer wieder eine neue Mannschaft formen. Das hat er wirklich gut gemacht", betonte Vilsens Kapitän nach der Begegnung. Der Großteil der Mannschaft bedaure den Abgang des langjährigen Trainers, "aber mit der Entscheidung müssen wir leben. Für uns geht es weiter und für ihn auch. Ich bin mir sicher, dass wir ihn ganz bald wiedersehen werden."

Für seinen SV Bruchhausen-Vilsen wünscht sich Fischer für die Rückrunde den Relegationsplatz. "Das Potenzial ist da, das hat man gegen Lemförde gesehen. Ich glaube, wenn die Jungs aus der Pause wiederkommen, können sie es schaffen", zeigte sich Fischer vom Weg, den der Verein nun einschlägt, überzeugt. Denn mit dem neuen Trainer Patrick Tolle habe der SVBV einen guten Mann in seinen Reihen. "Da er die A-Junioren und die erste Herren gleichzeitig trainieren wird, bin ich mir sicher, dass die Integration der jungen Spieler für die Zukunft noch besser funktionieren wird."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 03.12.2018

Herren 03.12.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Der perfekte Abschluss

Gegen den TuS Lemförde sammelt der SV Bruchhausen-Vilsen mit dem 4:2 drei wichtige Punkte

Bruchhausen-Vilsen. Der Wunsch der Verantwortlichen des SV Bruchhausen-Vilsen ist in Erfüllung gegangen: Mit 4:2 (2:1) hat ihre Mannschaft das letzte Spiel von Trainer Frank Fischer gegen den TuS Lemförde gewonnen. Damit sammelte der SVBV nicht nur drei wichtige Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga, sondern bescherte seinem Coach, unter dem es im Sommer noch den Aufstieg gefeiert hatte, einen gebührenden Abschluss. "Die Jungs waren heute mutig und haben bis zur letzten Minute gearbeitet und alles gegeben. Ich habe nichts zu meckern", stellte Fischer glücklich fest.

Trotz norddeutschen Schmuddelwetters schauten sich knapp 60 Zuschauer das letzte Spiel von Frank Fischer an und sahen dabei einen starken Gastgeber. Vilsen zeigte sich von Beginn an energischer und konzentrierter als die Gäste aus Lemförde. So folgte bereits nach sieben Minuten auch direkt das 1:0 durch Nico Schröder, der sich über die Außenposition durchsetzte und den Ball unten links im Tor der Gäste platzierte. Großer Jubel herrschte auf der Vilser Bank und auch Frank Fischer hielt seine Freude nicht zurück. Der gute Auftakt beflügelte die Gastgeber. Mit schönem Kombinationsfußball arbeiteten sie sich nach vorne und brachten die Lemförder immer wieder in brenzlige Situationen. "Wir wussten, dass Lemförde von hinten rausspielen wird. Unser Ziel war es, sie direkt unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen, was uns auch gelungen ist", lobte Fischer die Leistung seiner Mannen.

Zahlreiche ungenutzte Möglichkeiten

Vor allem Nico Schröder und Mathis Wohlers erspielten sich im weiteren Verlauf der Partie zahlreiche Möglichkeiten für Vilsen, legten zunächst jedoch nicht nach. Entweder stand ein Lemförder im Weg oder der Schuss verfehlte das Tor nur knapp. Das 2:0 lag in der Luft, jubeln durften allerdings die Gäste, die durch Bogdan-Florian Golgot nach etwas mehr als einer halben Stunde den Ausgleich erzielten (31.). "Einfach nur dämlich", kommentierte Frank Fischer das Gegentor. Der SVBV schien kurzzeitig etwas verwirrt, suchte dennoch immer wieder den Weg nach vorne und belohnte sich zehn Minuten später mit dem 2:1. Wieder traf Schröder, der dieses Mal von einem misslungenen Befreiungsschlag des TuS-Keepers Dan Zaharia profitierte und zur wichtigen Führung vor der Pause traf.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff machten es die Gastgeber noch einmal unnötig spannend: In zwei Situationen bekam SVBV-Keeper Tobias Stuwe den Ball nicht in den Griff, hatte aber Glück, dass die Lemförder in den entscheidenen Momenten nicht da waren und so nicht den Ausgleich erzielen konnten. "Hätten wir das Gegentor kassiert, wäre das Spiel wahrscheinlich in eine andere Richtung gegangen", war sich Fischer sicher. Während der Pause spielte sich eine kuriose Szene ab: Lemfördes Janik Dieckmann beleidigte Schiedsrichter Mirel-Ioan Arghir im Vorbeigehen und sah prompt die Rote Karte. Der TuS durfte in Halbzeit zwei also nur noch zu zehnt spielen.

Locker ließen die Gastgeber aber auch in Überzahl nicht und spielten nach Wiederanpfiff weiterhin aggressiv und mit viel Tempo nach vorne, sodass sich Mathis Wohlers nach zahlreichen Möglichkeiten in der 49. Minute nun doch mit dem Treffer zum 3:1 belohnte. Bruchhausen-Vilsen spielte wie beflügelt. Den Gastgebern gelang einfach alles. Das merkte auch Frank Fischer, der seine Spieler von der Seitenlinie aus lautstark motivierte. 61 Minuten waren gespielt, da schnürte Schröder mit dem 4:1 seinen Dreierpack und wurde nach seiner Auswechslung 20 Minuten später vom Stadionsprecher zum "Man of the Match" gekürt.

Zwar kamen die Lemförder in der 75. Minute durch Daniel Agripino noch auf 2:4 heran, doch am Ende war der Fischer-Elf der verdiente Sieg nicht mehr zu nehmen. "Für uns waren die drei Punkte heute absolut wichtig, auch weil wir Frank einen schönen Abschluss bescheren wollten. Wir sind froh, dass es uns heute gelungen ist", sagte ein sichtlich zufriedener Kapitän Christian Mewes. Auch Vilsens Vorsitzender Thomas Warnke hätte sich keinen besseren Abschluss für Frank Fischer wünschen können: "Es ist ein Spiel, an das man sich immer erinnern wird. Die Mannschaft hat heute eine wunderbare Leistung gezeigt."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 03.12.2018

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