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Herren 24.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Von allem zu wenig

Der TuS Sudweyhe lässt gegen den defensiv gut stehenden SV Bruchhausen-Vilsen zwei Punkte liegen

Sudweyhe. Beide Trainer waren nach der Partie nicht zufrieden. Aufseiten des TuS Sudweyhe war Christian Mach alles andere als einverstanden mit dem, was seine Fußballer über 90 Minuten geboten haben. "Das war von der ersten bis zur letzten Minute zu wenig", konstatierte Mach. Auch Frank Fischer konnte sich angesichts des späten Ausgleichs nicht vollends über die Punkteteilung freuen. "Wir haben das heute super gemacht, aber man muss im Strafraum nicht so reingehen", ärgerte sich Fischer über das Einsteigen Marcel Schröders, der den eingewechselten Nico Riekers zu Fall brachte. Der verwandelte Elfmeter sorgte letztlich für das 2:2 (1:1)-Unentschieden der beiden Bezirksligisten.

Zwar gaben die Gäste aus Bruchhausen-Vilsen in der nahezu letzten Sekunde den Sieg noch aus der Hand, dennoch freute sich Fischer darüber, dass seine Mannschaft nun in der Bezirksliga angekommen ist. "Wir haben heute gesehen, dass wir es können", sagte der Coach. Zwar kam der Gastgeber deutlich besser in die Partie und übernahm schnell die Spielkontrolle, doch wirklich gefährlich war Sudweyhe indes nicht. "Wir haben uns einfach zu wenig bewegt und zu wenig Zweikämpfe gewonnen", sah Mach die Hauptprobleme im Spielaufbau. Dafür stellten zum einen die Vilser sehr gut die Räume und Passwege zu, zum anderen ging Machs Elf die Genauigkeit in der Vorwärtsbewegung ab.

Sudweyhe zu ungefährlich

So erkämpften sich die Lila-Hemden die Bälle im Mittelfeld und schalteten dann um. So auch beim 1:0 durch Nick Brockmann (9.). Nach einem Ballgewinn brachte Niklas Schroeder das Spielgerät von der Grundlinie vor das Tor, wo der eingelaufene Brockmann vollkommen unbedrängt nur noch einschieben musste. Auf der anderen Seite durften sich die Gäste bei ihrem Torwart Tobias Stuwe bedanken, dass sie nicht unmittelbar den Ausgleich kassierten (14., 19.). Vielmehr hatte Vilsen mit einer ähnlichen Kombination über Brockmann, der Schroeder mit einem Steilpass schickte, das 2:0 auf dem Fuß. Doch Jannik Theiß hielt sich und seine Sudweyher im Spiel (30.).

Die Hausherren erhöhten den Druck, sodass Fischers Mannschaft immer weiter in die eigene Hälfte gedrängt wurde. Zwar hatte Aman Orzjan, nachdem er mit dem Ball von der rechten Außenbahn nach innen gezogen war, noch eine Möglichkeit von der Strafraumgrenze, doch er verpasste um Zentimeter Theiß' Kasten (32.). "Die Jungs waren auf dem Platz einfach zu brav", kommentierte Mach das Zweikampfverhalten seiner Spieler, die dennoch vor der Pause noch den zwischenzeitlichen Ausgleich herstellten. Nach einem feinen Chip von Marvin Brüggemann über die Vilser Abwehr verwandelte Romario Klausmann sicher ins lange Eck zum 1:1 (37.). 

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Sudweyhe erhöhte den Druck, um in Führung zu gehen, doch waren es die Vilser, die ihrerseits gut verteidigten und selbst das Tor trafen. Nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze, den Kai Schiffbach trat, war es erneut Brockmann, der den Ball ohne große Mühe zur Vilser Führung über die Linie beförderte (75.). Schiffbachs Freistoß konnte Sudweyhes Schlussmann Jannik Theiß nur abklatschen lassen.

Sudweyhe drängte in der Folge auf den Ausgleich, war jedoch in der Vorwärtsbewegung zu ungenau auf dem nassen Rasen. "Wir haben das im Training angesprochen, das hat man heute nicht gesehen", sagte Mach, der sah, dass seine Mannschaft eher mit langen Bällen nach vorne spielte als mit Kombinationen versuchte, die Vilser Abwehr zu knacken. Erst kurz vor Schluss kam der Gastgeber noch einmal gefährlich vor das Tor, was prompt das zweite Tor zur Folge hatte. Im Strafraum legte Marcel Schröder den eingewechselten Nico Riekers. Nicht nur, dass Schiedsrichter Steffen Leseberg auf Elfmeter entschied, er schickte Schröder wegen wiederholtem Foulspiels vom Platz. Sudweyhes Riekers trat selbst an und verwandelte zum Endstand (89.). Fischer war bedient: "Wir haben heute ein Bombenspiel gemacht und dann verschenken wir so die drei Punkte." Auch Christian Mach zog aus dem Unentschieden seine Schlüsse: "So, wie wir spielen, haben wir oben in der Tabelle nichts verloren."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 24.09.2018

Herren 17.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Vilsen zahlt Lehrgeld

Die Lila-Hemden verpassen den zweiten Saisonsieg und kassieren ein 0:2 gegen den TuS Kirchdorf

Kirchdorf/Bruchhausen-Vilsen. Für die Bezirksliga-Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen ist es nichts mit dem ersehnten zweiten Saisonsieg geworden. Eine Woche nach dem wichtigen Erfolg gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst unterlagen die Gäste beim TuS Kirchdorf mit 0:2 (0:2). In Vertretung des abwesenden Frank Fischer hatte aufseiten des SV Bruchhausen-Vilsen Fabian Schlechter die Verantwortung. Der Coach hatte seinem Team ein frühes Anlaufen verordnet, da er bei den Gastgebern Schwächen im Defensivverbund ausgemacht hatte.

Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Spielgeschehen dann aber doch in die Hälfte der Gäste. „Zu Beginn haben unsere Maßnahmen noch gut gegriffen. Kirchdorf hat nur mit langen Bällen agiert. Dann aber sind oft die zweiten Bälle beim Gegner gelandet. Wir waren häufig einen Schritt zu spät und konnten uns nur noch mit Foulspielen helfen“, analysierte Schlechter.

Zwei Treffer nach Standards

So fielen auch beide Gegentreffer nach Standardsituationen. Zunächst zirkelte Christoph Albers einen Freistoß um die Mauer unhaltbar ins Torwarteck (28.). Acht Minuten später nutzte Jan Könemann eine Freistoßhereingabe von der Außenseite per Kopf zum 2:0.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Spieler des SV Bruchhausen-Vilsen wieder griffiger. „Wir waren dann wieder deutlich besser im Spiel und haben Kirchdorf kontrolliert. So wirklich zwingende Chancen konnten wir uns leider nicht erspielen“, merkte Schlechter an. Erst in den Schlussminuten hatte er den Torjubel auf den Lippen. Der von ihm in die Spitze beorderte Mathis Mann setzte sich energisch durch, fand mit seinem Linksschuss jedoch seinen Meister in TuS-Keeper Dennis Fehner, der den Ball mit den Fingerspitzen noch zur Ecke lenkte.

Fabian Schlechter ordnete die Niederlage nach der Partie realistisch ein: „Wir haben ein wenig Lehrgeld gezahlt. In den entscheidenden Momenten war Kirchdorf einfach cleverer und hat dadurch nicht unverdient gewonnen.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.09.2018

Herren 14.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: SV Bruchhausen-Vilsen will sich Luft am Tabellenende verschaffen

Nach dem ersten Sieg peilt der Bezirksliga-Aufsteiger beim TuS Kirchdorf den nächsten an.

Endlich gab es den ersten Sieg für die von Frank Fischer trainierte Elf. Die Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen gewannen gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst am Wochenende mit 3:1 und überzeugten mit einer klaren Spielidee. Dadurch, dass der TSV Bassum seinerseits gepatzt hatte, sprangen die Lila-Hemden auf den vorletzten Tabellenrang der Bezirksliga und gaben die Rote Laterne an die Lindenstädter weiter. Nun geht es gegen den einen Rang besser platzierten TuS Kirchdorf. Gerade gegen einen direkten Konkurrenten sollten Fischers Mannen wieder punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Bei einem erneuten Sieg sähe die Welt der Vilser schon ein wenig freundlicher aus und sie könnten sich ein wenig Luft verschaffen.

Anpfiff: Sonnabend um 18 Uhr in Kirchdorf

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 14.09.2018

Herren 10.09.2018 von Werner Kastendieck

Ü50 Oldies SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt: Guter Saisonstart für die Oldiemannschaften der SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt

Beide Oldiemannschaften der SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt hatten einen gelungenen Saisonstart.

Die Quali für die Niedersachsenmeisterschaft wurde mit einem Team aus beiden Mannschaften mit zwei deutlichen Siegen (3:1 in Völkersen/Langwedel und ein 6:0 zu Hause gegen die SG Belsen/Bergen/Eversen ) erreicht .Das Endturnier ist am 25. Mai 2019 in Löningen (Kreis Cloppenburg mit 32 Mannschaften .

Die SG Süstedt/Bruchhausen -Vilsen II die ihre Heimspiele in Süstedt spielen begannen mit einem 4.1 Pokalerfolg in Staffhorst .

Beide Punktspiele wurden gewonnen . 6:0 in Asendorf und 3:1 gegen den Vorjahresmeister aus Osterbinde.

Die SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt I die ihre Heimspiele in Vilsen austrägt startete mit einer unnötigen 3:4 Niederlage in Lahausen .

Doch die beiden Siege gegen Barrien 2:1 und in Sudweyhe 3:0 machen Hoffnung auf ein gutes Abschneiden.

Der kleine Kader beider Mannschaften hat den Vorteil das mann sich gut einspielen kann .Hoffentlich halten unsere alten Knochen .

Herren 10.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Das Ende der Durststrecke

Nach vier Niederlagen in Folge feiert der SV Bruchhausen-VIlsen den ersten Dreier in der Fußball-Bezirksliga

Bruchhausen-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen kann es doch noch: Die Bezirksliga-Fußballer aus dem Luftkurort haben ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Mit 3:1 (3:0) gewann die von Frank Fischer trainierte Elf gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und reichte die Rote Laterne an den TSV Bassum weiter. Fischer war selbstredend nach dem ersten Dreier zufrieden mit seiner Elf: "Wir haben das über 70 Minuten wirklich super gemacht. Der Sieg war auch in der Höhe verdient." TSG-Coach Dirk Hofmann dagegen sah seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit besser auftreten, aber letztlich "haben wir Vilsen nicht wirklich in Bedrängnis bringen können".

Denn die Gastgeber kontrollierten von Beginn an die Partie und traten deutlich mutiger auf, als es die Tabellensituation vor dem Anpfiff hatte vermuten lassen. So dauerte es lediglich fünf Minuten, bis die Vilser in Führung gingen. Nach einem sehenswerten Außenristpass von Jan-Christoph Kornau genau in Justus Wickes Lauf schlenzte dieser das Spielgerät in der Eins-gegen-eins-Situation gegen den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Maurice Lutterklas in den linken Knick. 

Vilsen stellt Räume zu

Die erste Hälfte gehörte ganz eindeutig dem SV Bruchhausen-Vilsen. Die Gäste aus Seckenhausen versuchten zwar, nach vorne zu spielen. Doch Fischers Team stellte klug die Räume zu und bot der TSG kaum Räume an. So blieb der TSG oft nichts anderes übrig, als über lange Pässe den Ball in die Gefahrenzone zu bringen. Doch diese Taktik führte nicht zum Erfolg, da Vilsens Abwehr um Marcel Schröder souverän die Bälle abfing. Seckenhausens Andre Peters sorgte in der 20. Minute für den ersten nennenswerten Torschuss der Gäste, doch stellte dieser Bennet Knake nicht vor größere Probleme. "Wir waren bemüht, aber uns haben einfach die Mittel gefehlt", konstatierte Hofmann.

Gleichzeitig blieb der SVBV immer wieder durch sein schnelles Umschaltspiel vor allem über die rechte Außenbahn gefährlich. So verwunderte es nicht, dass das zweite Tor auch über diese Seite fiel. Nico Schröder zog, nachdem er den Ball auf der rechten Seite bekommen hatte, nach innen und schloss aus spitzem Winkel ins kurze Eck ab. Lutterklas bekam zwar seine Hände an den Ball, dennoch konnte er den Schuss nur noch in das Tor ablenken (25.).

Nahezu mit dem Pausenpfiff kam es für die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst dann noch dicker: Nach einem Foul des eingewechselten Robin-Niklas Ellerbrock im Strafraum entschied Schiedsrichter Tom Stadtlander auf Elfmeter. Florian Wacker trat an und versenkte das Leder in der linken unteren Ecke. Keeper Lutterklas hatte sich für die falsche Ecke entschieden (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel schaltete Vilsen einen Gang zurück und war nicht mehr so präsent in den Zweikämpfen. Die TSG hingegen spielte mutiger nach vorne. "Der Gegner war nicht übermächtig, aber du musst irgendwann hinten aufmachen", erklärte Dirk Hofmann. Zwar hatten die Seinen in den zweiten 45 Minuten mehr vom Spiel, dennoch konnten sie daraus kein Kapital schlagen. Vilsen seinerseits zeigte sich mit der 3:0-Führung zufrieden, zumal der Sieg auch nicht annähernd in Gefahr geriet. Für den Ehrentreffer der Gäste sorgte in der ersten Minute der Nachspielzeit letztlich Arne Budelmann. Nach einer Ecke bekam er den Ball vor die Füße und zog beherzt aus 17 Metern zentral ab. Zwar war Bennet Knake rechtzeitig unten und bekam die Hände an den Ball, er konnte den satten Schuss allerdings nicht gänzlich abwehren, sodass dieser vom Pfosten ins Tor kullerte. "Heute hat bei uns alles gefehlt, was ein Fußballspiel ausmacht", lautete Hofmanns hartes Urteil.

Vilsens Fischer freute sich dagegen über den ungefährdeten Sieg und die Tatsache, dass es auch hinsichtlich des Nachwuchses sehr gut bestellt ist im Luftkurort. Insgesamt fünf A-Jugendspieler standen im Kader der Gastgeber. "Wir werden auch weiterhin auf die Jugend hier in Vilsen setzen." Denn mit Moritz Wohlers und Jakob Warnke spielten gleich zwei Nachwuchs-Talente in der Abwehr und halfen so beim Ende der Vilser Durststrecke: "Heute bin ich rundum zufrieden. So kann es weitergehen."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 10.09.2018

Herren 03.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Ausgerechnet die Abwehr wackelt

Lemförde / Bruchhausen-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen bleibt auch nach dem fünften Spieltag der Bezirksliga Hannover sieglos. Beim Mitaufsteiger TuS Lemförde unterlag die von Frank Fischer trainierte Elf mit 2:5 (1:3) und hinterließ dabei einen nachdenklichen Coach: „Wir mussten heute sechs Stammspieler ersetzen, das fällt uns natürlich nicht leicht“, erklärte Fischer. „Unsere Viererkette aber, die zuletzt so stabil stand, war als einziger Block davon nicht betroffen und hatte trotzdem die größten Probleme.“

Die eingesprungenen Jakob Warnke (A-Jugend) und Luca Rother (zweite Mannschaft) hingegen machten ihre Sache auffällig gut. Rother gelang in der 20. Minute nach sehenswertem Doppelpass mit Jan-Christoph Kornau sogar die 1:0-Führung für die Lilahemden. Doch infolge eines schwach verteidigten Eckballs markierte Dino Maieli nur kurz darauf den Ausgleich (24.). SVBV-Keeper Bennet Knake hielt sein Team dann mit einer glänzenden Parade im Spiel, bevor Falk Zboron noch vor der Pause mit einem Doppelschlag auf 3:1 stellte (37., 43.). Bei beiden Toren ließ er seine Gegenspieler im Strafraum ganz alt aussehen.

Nur kurz nach Wiederanpfiff kamen die Gäste noch einmal heran. Justus Wicke nahm einen von Jan-Christoph Kornau über die Abwehr gechippten Ball versiert mit und verkürzte auf 2:3 (52.). Doch nach einem unglücklich verlängerten Freistoß zeigte Bruchhausen-Vilsens Abwehr erneut Zuordnungsprobleme und beobachtete das 4:2 durch Falk Zboron (60.) und schließlich sogar das 5:2 durch Darius-Georghe Uibariu (85.).

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 03.09.2018

Herren 27.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Twistringen als Stimmungskiller

SV Bruchhausen-Vilsen verliert das traditionelle Brokser-Heiratsmarkt-Heimspiel mit 1:3 gegen die Blaumeisen

Bruchhausen-Vilsen. Die Spieler des Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen schauten nach dem Abpfiff des Spiels gegen den SC Twistringen bedröppelt drein. Der SCT erwies sich vor mehr als 200 Zuschauern als Spielverderber und Stimmungskiller, vermieste dem Neuling mit dem 3:1 (1:0)-Erfolg beim traditionellen Markt-Heimspiel gehörig die Stimmung. Damit belegt die Elf von Trainer Frank Fischer mit nur einem Pluspunkt auf dem Konto weiterhin den letzten Rang in der Fußball-Bezirksliga. „Wir waren vor dem gegnerischen Tor einfach zu grün“, traf es der auf der Tribüne arg mitleidende ehemalige Vilser Co-Trainer Lutz Wiederhold, einer der Aufstiegshelden der Vorsaison, genau auf den Punkt.

„Wir haben jetzt das zweite Heimspiel hintereinander verloren. Das können wir uns eigentlich nicht leisten“, haderte Fischer, der neben dem unglücklichen Zweikampfverhalten vor allem die Effizienz seiner Mannschaft bemängelte. „Zwei Riesendinger haben wir in der ersten Halbzeit nicht gemacht. Das fehlt dann am Ende des Tages“, monierte Fischer. Es war während der großen Drangphase der Vilser um die 20. Spielminute herum, in der sie den Führungstreffer versäumten. Nach einem Zusammenspiel mit Mathis Wohlers tauchte Moritz Warnke völlig frei vor dem Gehäuse auf, scheiterte mit seinem Flachschuss jedoch am toll reagierenden Twistringer Schlussmann Mark Schultalbers (19.). Nur eine Minute später wehrte Schultalbers einen Freistoß von Jan-Christoph Kornau mit einer weiteren Glanztat ab. An der anschließenden Hereingabe von Niklas Schröder rutschte Marten Köhler nur um Zentimeter vorbei. Das waren die Großmöglichkeiten, die Fischer ansprach.

Gäste im Glück

Effektiver erwiesen sich dagegen die Gäste, obwohl auch sie zunächst erfolglos vor dem Tor des Gegners agierten. Nach einem Chip von Maciej Ciupka befördert Hainke das Leder Richtung Tor, doch Warnke rettete auf der Linie (31.). Nachdem Christoph Harms zunächst ein Treffer wegen einer Abseitsstellung aberkannt worden war (41.), war er wenig später doch noch erfolgreich. Dabei hatte der offensive Mittelfeldspieler Glück, dass sein Schuss vom Knie des Vilsers Justus Wicke unhaltbar abgefälscht wurde (43.). „Vilsen war in der ersten Halbzeit klar am Drücker. Sie verfügen über eine robuste Mannschaft. Wir wussten, was auf uns zukommt“, bilanzierte Twistringens Spielführer Danny Lange die ersten 45 Minuten.

Szenen wie die in der 51. Minute waren genau die, die Vilsens Trainer Frank Fischer seiner Elf ankreidete: Nach eigenem Eckball von Wohlers konterten die Gäste über den schnellen Harms und Hainke schloss überlegt zum 0:2 ab. „Das darf nicht passieren“, kommentierte Fischer. Positiv war die Reaktion der Gastgeber, die schnell den Anschluss herstellten. Innenverteidiger Phil Brunkhorst lenkte dabei einen Schuss von Nico Schröder ins eigene Tor ab (53.).

Ein Paradebeispiel von Unvermögen und Effizienz boten die 76. und 77. Minute und zeigten auf, was den Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Tag ausmachte. Zunächst passte Kai Schiffbach genau in den Lauf von Wicke, der den Ball wunderschön mitnahm, diesen dann jedoch knapp am Tor vorbeizirkelte. Wicke hätte zudem den in der Mitte bestens postierten Niklas Schröder anspielen können (76.). Im Gegenzug dann die Entscheidung: Nach einer Hereingabe von Hainke leistete sich Rechtsverteidiger Schiffbach einen Blackout und schob die Kugel ins eigene Tor (77.). Danach sah Vilsens Nico Schröder wegen wiederholten Foulspiels noch Gelb-Rot (85.). „Die Treffer sind uns im richtigen Moment gelungen. Wir waren vor dem Tor einen Tick ausgebuffter“, sagte Danny Lange. Er darf sich nach dem gelungenen Saisonstart, der den SCT auf Rang drei katapultierte, nun auf ein echtes Spitzenspiel gegen den Tabellenführer TuS Drakenburg freuen. Die Vilser dagegen sind beim Mitaufsteiger TuS Lemförde gefordert. „Wir haben vieles auch gut umgesetzt“, lässt sich Fischer nicht entmutigen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 27.08.2018

Herren 24.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Hoffen auf den zweiten Punkt

Bezirksliga Hannover: Dass die Bezirksliga-Saison für die Elf von Frank Fischer keine einfache wird, war im Vorfeld klar. „Für uns ist jedes Team ein starkes Brett“, sagt der Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen. Nun empfangen die Lila-Hemden am Wochenende den SC Twistringen. „Das wird ein schweres Spiel, über einen Punkt würden wir uns freuen“, schätzt Fischer die Chancen im Duell mit den Blaumeisen realistisch ein. Doch nur auf einen Punkt spielen, das wird Vilsen ohnehin nicht machen. „Wir müssen zwanghaft auch nach vorne spielen, sonst rächt sich das.“ So hofft Fischer, dass auch dank des Brokser Heiratsmarkts die Zuschauer ein paar zusätzliche Prozentpunkte aus seinen Spielern herauskitzeln können: „Es ist sehr schade, dass wir Tabellenletzter sind, aber wir wollen den zweiten Punkt im vierten Spiel und den letzten Platz schnell verlassen“, sagt Fischer. Trotz der Tatsache, dass der SCT als Favorit in die Partie geht, will Co-Trainer Thomas Thiede nicht von einer klaren Angelegenheit sprechen. „Gerade weil Brokser Markt ist, wird Vilsen alles reinwerfen und uns das Leben schwermachen.“ Doch die Twistringer wollen sich ihrerseits die Punkte, die sie beim 1:3 gegen den TuS Sudweyhe liegen gelassen haben, wiederholen.

Anpfiff: Sonnabend um 18 Uhr in Br.-Vilsen

 

Herren 24.08.2018 von Thomas Warnke

Ü50 Oldies SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt: Vilsen/Süstedt löst Ticket für die Endrunde

Bruchhausen-Vilsen/Süstedt. Die Ü50-Fußballer der SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt können sich schon jetzt auf den 25. Mai kommenden Jahres freuen: Dann werden sie an der Endrunde der Ü50-Niedersachsenmeisterschaft auf der Anlage des VfL Löningen aus dem Kreis Cloppenburg teilnehmen. Durch einen deutlichen 6:0-Sieg über die SG Belsen/Bergen/Eversen lösten sie das Ticket für die Finalrunde. Mit dabei sein wird auch der SV Mörsen-Scharrendorf, der als Dritter der vergangenen Titelkämpfe automatisch qualifiziert ist. Insgesamt werden 32 Mannschaften um den Turniersieg spielen. Titelverteidiger ist die SG Heidetal-Ilmenau.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 24.08.2018

Herren 20.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Bassum trifft und siegt wieder

Der TSV feiert dank Manka Maduns Tor einen 1:0-Erfolg beim SV Bruchhausen-Vilsen

Bruchhausen-Vilsen. Der TSV Bassum hat den Befreiungsschlag in der Fußball-Bezirksliga gelandet und nach zwei Spielen ohne Tor und mit nur einem Punkt den ersten Sieg gefeiert. Beim SV Bruchhausen-Vilsen setzte sich die Mannschaft von Trainer Torsten Klein am Sonntagnachmittag mit 1:0 (1:0) durch. Manka Madun erzielte das Tor des Tages. Die Gastgeber erlebten vom Ergebnis her keine schöne Heimspiel-Rückkehr auf Bezirksebene. Insgesamt war Trainer Frank Fischer dennoch nicht unzufrieden. "Uns fehlt der eine Punkt, das stimmt, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat besonders in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt."

Freilich sah Torsten Klein das ein bisschen anders: "In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen und auch spielerisch besser. In der zweiten Halbzeit hätten wir auch ein Gegentor kassieren können, aber insgesamt hatten wir mehr Chancen", argumentierte der Coach für einen durchaus verdienten Erfolg seiner Elf. Allzu lange mit dieser Frage aufhalten wollte er sich allerdings nicht: "Eigentlich ist es mir egal, ob der Sieg verdient ist oder nicht. Für uns ist wichtig, dass wir gewonnen haben." Bei einer Niederlage wäre der TSV erst einmal im Keller hängen geblieben. Nun hat er sich trotz großer personeller Sorgen erst einmal etwas Luft verschafft und kletterte auf Rang zehn. Vilsen dagegen rutschte auf den vorletzten Rang ab. Ein Beinbruch ist das nicht, schließlich sind die Lila-Hemden auf eine gesamte Saison Abstiegskampf eingestellt. Deshalb zählte für Fischer auch die Steigerung seiner Elf nach der Pause mehr als der derzeitige Tabellenstand. "Fußballerisch war es mit Sicherheit kein Rückschritt. Wir haben den Ball ganz gut laufen lassen. Man darf auch nicht vergessen, dass Bassum kein Fallobst ist."

Dass diese Aussage nicht aus der Luft gegriffen ist, wurde vor allem im ersten Durchgang deutlich, in dem die Gäste Vorteile hatten. Sie agierten ballsicherer als die Gastgeber, die nur selten klare Aktionen im Ballbesitz hatten. Auch die Bassumer brauchten eine gewisse Anlaufzeit, waren insgesamt aber zielstrebiger. Besonders Manka Madun bekamen die Vilser nicht in den Griff. Um den jungen Angreifer herum machten Tobias Cordes, Wilke Kluge und auch Marco Baier recht ordentlich Betrieb. Eine wichtige Rolle spielte auch Benjamin Bauer. Der Sechser, der am Spieltag seinen 31. Geburtstag feierte, gab ein gutes Startelfdebüt und half mit, die Balance im Bassumer Spiel zu wahren. "Seine Erfahrung hat uns geholfen", war Klein mit der Premiere Bauers zufrieden. Herausheben wollte er keinen Akteur: "Alle Jungs wussten, wie wichtig das Spiel ist und haben alles dafür getan, dass wir gewinnen." Im guten Kollektiv wussten neben Madun und Kluge auch Patrik Remmert und Nils Schäffer zu gefallen.

Dass Manka Madun mit seinem Tor den Unterschied machte, war letztlich folgerichtig. Er zeigte sich quirlig, sehr beweglich und startete immer wieder Läufe in die Tiefe. Einen davon auch in der entscheidenden Szene. Alexander Pestkowskis Zuspiel kam punktgenau und der Stürmer traf flach ins Eck (22.). Nach 202 Minuten platzte der Bassumer Knoten in der neuen Bezirksliga-Saison. Vilsen hielt vor allem kämpferisch dagegen und hatte seinen ersten durchdachten Angriff nach etwas mehr als einer halben Stunde, Nico Schröder verfehlte an dessen Ende jedoch per Kopf das Ziel (33.). Insgesamt hinterließ Bassum jedoch den besseren und vor allem den reiferen Eindruck und verbuchte auch die Mehrzahl der Abschlüsse für sich.

Im zweiten Durchgang agierten die Gastgeber offensiver und druckvoller, während die Bassumer mit Wilke Kluge und später auch Mathis Hoffmann zwei Stützen mit Verletzungen verloren und nicht mehr die Sicherheit der ersten Hälfte ausstrahlten. Meist wurden die Gastgeber dann gefährlich, wenn Jan-Christoph Kornau das Spiel mit seinen Diagonalbällen verlagerte. Längst nicht alle dieser langen Pässe fanden den Mitspieler, doch wenn sie ankamen, schafften sie Freiräume. So leitete er die Chancen von Niklas Schröder und Florian Wacker ein (54., 70.). Beide konnten Torhüter Dominik Overmeyer jedoch nicht überwinden. Auch Nico Schröder fand im Bassumer Schlussmann seinen Meister (80.). Vilsen zeigte Leidenschaft, war im Abschluss jedoch glücklos. "Wir haben den Ball phasenweise gut laufen lassen", fand auch Fischer. Er schränkte allerdings ein: "Am Ende des Tages haben wir etwas zu wenig Druck aufgebaut und waren im letzten Pass etwas zu ungenau." Dann, das zeigte sich erneut, wird es in der Bezirksliga schwer. "Wir lernen noch", wusste Fischer, dass seine Elf zwar schon vieles gut macht, aber noch ein paar Nuancen zu den etablierten Siebtligisten fehlen. Zu diesen zählt auch der TSV Bassum, der sicherlich nicht glänzte, aber den Sieg recht abgezockt nach Hause brachte. Er hätte es sich auch durchaus einfacher machen können, hätte er nur eine seiner Möglichkeiten genutzt. Besonders in der Schlussphase boten sich die Räume zum Kontern, die Gäste nutzten sie aber nicht. Doch darüber konnte Klein hinwegsehen angesichts des ersten Pflichtspielsieges in der jungen Saison.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 20.08.2018

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