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Herren 17.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Abschied im Winter

Trainer Frank Fischer wird den SV Bruchhausen-Vilsen am Ende des Jahres verlassen – Nachfolgersuche läuft

Bruchhausen-Vilsen. Frank Fischer hatte einen klaren Plan: Nach zehn Jahren als Trainer der Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen wollte er sich im kommenden Sommer mit insgesamt zwei Aufstiegen und dem Klassenerhalt in der Bezirksliga verabschieden. Dieses Szenario wird aber so nicht eintreten: Fischer wird die Vilser im dritten Jahr seiner aktuellen Amtszeit, die im Sommer 2016 begann, bereits im Winter verlassen, wie der Coach und auch der 1. Vorsitzende Thomas Warnke bestätigten. Ein Nachfolger könnte bereits in der kommenden Woche feststehen.

Es ist keine Trennung im Bösen – das machten sowohl Fischer als auch Warnke beim Gang an die Öffentlichkeit klar. Die Entscheidung, sich früher als geplant zu trennen, war schon länger gereift. Nach dem Heimspiel gegen Diepholz (2:3) am vergangenen Sonntag informierte Fischer die Mannschaft. Es gab Applaus für die ehrlichen Worte des Trainers und seine Einschätzung zur Situation. Dass es sportlich nicht läuft und die Vilser derzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangieren, sei nicht der Grund für die Trennung. "Das macht man im Laufe der Saison ohnehin nicht gerne. Außerdem hatte Frank bei uns einen großen Kredit", machte Warnke deutlich. Außerdem hätte man sonst wohl kaum vereinbart, noch bis zum Jahresende gemeinsam weiterzumachen. Sieben Spiele sind es bis dahin noch. Auch Fischer selbst hat den Klassenerhalt noch nicht abgeschrieben. "Wir haben sehr gute A-Jugendliche, auf die wir in der Rückserie noch mehr bauen können. Außerdem kommen mit Christian Mewes und Moritz Warnke zwei gute und erfahrene Spieler nach ihren Verletzungen zurück. Die Relegation ist auf jeden Fall möglich."

Wiederhold schmerzlich vermisst

Doch wenn die Aussichten gar nicht so schlecht und die Hoffnungen auf den Klassenerhalt nicht unbegründet sind – woran hapert es dann? Fischer erklärte seinen Rücktritt mit der großen Belastung ohne einen Co-Trainer an seiner Seite: "Ich habe die Arbeit unterschätzt, alles allein zu leisten." Ihm habe jemand gefehlt, um sich auf Trainer-Ebene auszutauschen, um eine zweite Meinung zu hören und um auch mal beim Training gezielter auf einzelne Spieler eingehen zu können. Kurzum: "Lutz Wiederhold fehlt mir an allen Ecken und Enden." Mit Wiederhold hatte Fischer bis zum Bezirksliga-Aufstieg im Sommer in Vilsen zusammengearbeitet, dann beendete der Co, der auch als Spieler noch ausgeholfen hatte, seine Laufbahn. Die Lücke, die er hinterlassen hatte, schlossen die Vilser im Sommer nicht – eine Entscheidung, die sowohl der Vorstand als auch Fischer mittrugen: "Wir haben zu Saisonbeginn gesagt, wir machen es ohne Co-Trainer, weil der Neue sich an Lutz hätte messen lassen müssen", erklärte Warnke. Wiederhold sei als Mensch und Trainer hoch angesehen gewesen. "Ich hatte gehofft, dass es ohne Co-Trainer geht", sagte Fischer. Ein Trugschluss, wie auch Warnke eingestand: "Es war ein gemeinsamer Fehler von uns, dass so zu entscheiden." Mit Betreuer Norbert Schmusch und Torwarttrainer Andreas Mann verfügen die Vilser zwar über zwei engagierte Männer an Fischers Seite, beide sind aber keine klassischen Co-Trainer.

Die Atmosphäre habe sich zuletzt verändert: "Die Lockerheit ist flöten gegangen", spürte Warnke, dass sich etwas in die falsche Richtung entwickelte. Auch Fischer selbst habe gespürt, "dass ich unleidlich werde". Das habe er nicht an der Mannschaft auslassen wollen. "Das geht auch nicht. Da muss man gerade auch bei den jüngeren Spielern vorsichtig sein." Deshalb habe man sich zusammengesetzt. "Wir als Verein haben die oberste Leitlinie, dass sich alle wohlfühlen. Am Ende ist Fußball für uns alle ein Hobby", machte Warnke deutlich. Durch die Trennung erhoffe man sich zudem einen Impuls im Abstiegskampf. "Das geht jetzt natürlich wie eine Schockwelle durch den Verein, aber das kann auch ganz hilfreich sein."

Die Planungen für die Zukunft auf der Trainerposition laufen bei den Vilsern schon seit längerer Zeit, schließlich hatte Fischer schon kundgetan, nach seinem dritten Jahr Schluss machen zu wollen. "Wir haben schon Namen diskutiert", betonte Warnke, ohne allerdings in die Tiefe gehen zu wollen. Eine schnelle Lösung, vielleicht schon in der kommenden Woche, sei denkbar. Fest steht für die Verantwortlichen bereits, dass es ein Trainer der jungen Generation unter 40 Jahren sein soll. Und auch die Lehren aus der jetzigen Situation haben Warnke und die anderen Vorstandsmitglieder gezogen: Ein zweiter Mann soll auf jeden Fall dabei sein. "Den soll der neue Trainer aber mitbestimmen."

Und wie geht es für Frank Fischer weiter? "Ich werde auf keinen Fall aufhören, denn so will ich nicht abtreten", machte der Coach deutlich, dass er ein weiteres Engagement eingehen will – aber nur, wenn die Bedingungen passen: "Allein auf der Kommandobrücke werde ich definitiv nicht mehr stehen." Erst einmal wolle er sich ohnehin auf die kommenden Aufgaben mit seiner Mannschaft konzentrieren und sich möglichst erfolgreich verabschieden. Das wünscht sich auch Warnke: "Das Beste wäre, wenn zum Ende der Hinrunde alle fragen, warum Frank geht."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.10.2018

Herren 16.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Frank Fischer verlässt zum Ende der Hinrunde den SVBV

Frank Fischer wird den SVBV zum Ende der Hinrunde verlassen. Am vergangenen Sonntag wurde die Mannschaft durch Frank persönlich informiert. Mit dem heutigen Tage wurde die Presse in Kenntnis gesetzt. In den nächsten Tagen werden entsprechende Berichte in der Tagespresse erscheinen. Bis zum Ende der Hinrunde werden Mannschaft, Trainer und Vorstand alles für den Klassenerhalt geben.

Der SVBV wird Frank und seinem Team jede erdenkliche Unterstützung zukommen lassen. Bezüglich eines Nachfolgers sind wir optimistisch in den nächsten Tagen eine Lösung zu präsentieren.

Der Vorstand

Herren 15.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: "Es fehlt nicht viel, aber immer ein bisschen"

Auf eigenem Platz verliert der SV Bruchhausen-Vilsen gegen die SG Diepholz mit 2:3

Bruchhausen-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat auf eigenem Platz gegen die SG Diepholz mit 2:3 (1:2) verloren und bleibt weiterhin Tabellenschlusslicht der Bezirksliga Hannover. Insbesondere in der Anfangsphase verdarb sich die von Frank Fischer trainierte Elf durch haarsträubende Fehler ein besseres Ergebnis.

Allen voran Torhüter Bennet Knake, der in der sechsten Minute aus dem Kasten kam, um einen Ball zu klären, diesen aber gegen Niko Senkler vertändelte, der das Geschenk dankend annahm (6.). Vilsen hatte sich viel vorgenommen, ließ sich jedoch nur zwei Minuten später schulbuchmäßig auskontern. Niko Senkler scheiterte im ersten Anlauf noch an Bennet Knake, den Nachschuss versenkte er aus der Drehung sehenswert zum 2:0 (8.).

Frank Fischer sah sich genötigt, den "vogelwilden" Auftritt seines Teams durch defensive Umstellungen zu stabilisieren, was trotz leichter Vorteile für die Gäste mit zunehmender Spieldauer funktionierte. Noch vor der Pause gelang den Hausherren sogar der Anschlusstreffer: Tjark Czernek erreichte mit seiner butterweichen Flanke Luca-Ole Rother, der das Leder über die Linie bugsierte (45.).

Nach Wiederanpfiff drängten die Gäste auf den Ausgleich, den Nico Schröder in der 55. Minute auf dem Fuß hatte. Sein Schuss aus 14 Metern strich knapp am Tor vorbei. Ein weiterer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung sorgte für die Vorentscheidung. Mit drei Pässen kam Diepholz vor das Vilser Tor, wieder war es Niko Senkler, der mit dem 3:1 alles klar machte (61.).

Fischers Zuversicht ungebrochen

Die Gastgeber versuchten alles und bekamen nach einem Foul an Nico Schröder einen Strafstoß zugesprochen. Florian Wacker vollstreckte sicher, mehr war für den SVBV aber nicht zu holen (78.). Im Gegenteil, Bennet Knake verhinderte mit einer starken Parade das vierte Gegentor. "Es fehlt nicht viel, aber eben immer ein bisschen etwas", blieb Frank Fischer trotz fehlender Punkte zuversichtlich. "Doch das lässt sich in der Rückrunde noch einfangen."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 15.10.2018

 

Herren 13.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Mit Zuversicht ins Spiel

Fußball-Bezirksliga Hannover: Frank Fischer, Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen, geht mit einem guten Gefühl in die Partie gegen die SG Diepholz. Denn nach langer Zeit spielt der SVBV mal wieder auf heimischem Platz und der Übungsleiter ist sich sicher: „Gegen Diepholz haben wir eine Chance zu punkten.“ Die Mannschaft freut sich jedenfalls auf eines der bis dato seltenen Heimspiele. Sieben Mal musste der SVBV auswärts ran, während er zu Hause nur vier Mal auflief. „Umso mehr freuen wir uns jetzt natürlich auf das Spiel vor heimischer Kulisse“, sagt Fischer. Durchschnittlich besuchen 150 Zuschauer die Partien der Vilser, und das sei auch ein Grund dafür, weshalb der Aufsteiger daheim so stark ist. Auch spielerisch hätte er zugelegt. „Zwar haben wir die Spiele verloren, aber einige davon nur ganz knapp. Und das, was die Jungs auf dem Feld zeigen, wird von mal zu mal besser“, betont Fischer, der neben den Langzeitverletzten auch auf Marten Köhler (Urlaub) verzichten muss. Dafür kehrt Justus Wicke zurück. „Es ist schön, dass er wieder dabei ist, da er mit seinen drei Toren bisher die meisten bei uns erzielt hat.“

Anpfiff: Sonntag um 15 Uhr in Br.-Vilsen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.10.2018

Herren 08.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: "Ein Schritt nach vorne"

SVBV-Coach Fischer zeigt sich trotz 0:1-Pleite zufrieden

Neustadt am Rübenberge. Trotz einer 0:1 (0:0)-Niederlage beim TSV Mühlenfeld in der Fußball-Bezirksliga Hannover bezeichnete SV Bruchhausen-Vilsens Trainer Frank Fischer die Leistung seiner Mannschaft als einen "absoluten Schritt nach vorne". Im Gegensatz zum Spiel gegen Estorf-Leeseringen (1:2) stand seine Elf in weiten Teilen der Partie vor allem in der Abwehr gut.

Das zeigte sich zunächst auch auf dem Feld. Beide Mannschaften lieferten sich ein ausgeglichenes Duell und boten dem Gegner in der ersten Halbzeit kaum Chancen. Erst nach Wiederanpfiff wurde es auf dem Feld aus spielerischer Sicht packender. 13 Minuten waren gespielt und Mühlenfelds Patrick Mesenbring, vor dem Frank Fischer vor der Partie noch gewarnt hatte, traf mit seinem Knaller unter die Latte direkt ins Tor (58.).

Doch auch nach dem Gegentreffer setzten die Gäste aus Vilsen ihre Gegner unter Druck. Dabei war es Niklas Schröder, der mit seinen Aktionen die gegnerische Abwehrreihe immer wieder in Gefahr brachte – vor allem in der 88. Minute. Schröder kämpfte sich über die Außenbahn nach vorne durch und passte zu Nick Brockmann, der das Leder über den TSV-Keeper Tim Müller lupfte, doch ein Abwehrspieler der Mühlenfelder war noch rechtzeitig da und klärte auf der Linie.

"Das war die Mutter aller Chancen", betonte Frank Fischer, der zwar nach 90 Minuten das Feld als Verlierer verlassen musste, mit der Leistung seiner Mannschaft aber zufrieden war und positiv in die kommenden Spiele geht. "Die Ergebnisse werden immer knapper. Ich habe das Gefühl, dass wir demnächst punkten werden. Vielleicht sogar noch in diesem Jahr. Wir sind auf jeden Fall nah dran", sagte Frank Fischer.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 08.10.2018

Herren 04.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Ein herber Rückschlag

Der SV Bruchhausen-Vilsen spielt in Estorf schwach und ist wieder Letzter

Estorf/Bruchhausen-Vilsen. Diese Niederlage schmerzt den SV Bruchhausen-Vilsen im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga: Der Aufsteiger erwachte im wichtigen Auswärtsspiel bei R-W Estorf-Leeseringen zu spät und musste sich deshalb nicht unverdient mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Weil der TuS Lemförde sein Spiel gewann, haben die Vilser um Trainer Frank Fischer nun wieder die Rote Laterne inne.

Einen Grund für die Niederlage hatte Fischer schnell ausgemacht: „Wir haben die erste Hälfte verschenkt. Wir haben sie total verschlafen“, ärgerte er sich nach der Partie über den zunächst blutleeren Auftritt seiner Mannschaft, die nicht richtig in die Zweikämpfe kam und mit wenigen Ausnahmen zu wenig Präsenz zeigte. Doch genau darauf wäre es angekommen auf dem engen Estorfer Platz. Die Gastgeber, die von rund 250 Zuschauern unterstützt wurden, mussten nicht glänzen, um die bessere Mannschaft zu sein. Dafür kam von Vilsen zu wenig. „Wir wollten eigentlich Druck machen, aber das haben wir überhaupt nicht geschafft“, musste Fischer konstatieren.

Verdienter Rückstand

Dabei hatten sich die Gäste eigentlich gut vorbereitet und sich dementsprechend auch viel vorgenommen – die Umsetzung jedoch scheiterte im ersten Durchgang auf ganzer Linie. „Wir mussten froh sein, dass es zur Pause nur 1:0 stand“, analysierte Fischer gewohnt ehrlich das Geschehen der ersten Hälfte, in der die Gastgeber die besseren Möglichkeiten hatten. Jonas Rinne (8.) und Florian Schüttpelz (13.) verpassten in der Anfangsphase die Führung für die Rot-Weißen. Vilsen tauchte nur einmal gefährlich vor dem Tor auf: Der erst 17-jährige Jakob Warnke, der seinen Job als Linksverteidiger sehr solide verrichtete, fand mit seiner Flanke aus dem Halbfeld Kapitän Niklas Schröder, der den Ball mit Risiko volley nahm, aber über das Tor beförderte (20.).

Das war lange Zeit die einzige echte Abschlusschance des SVBV, der für seine Nachlässigkeiten nach etwas mehr als einer halben Stunde bestraft wurde. Zunächst kochte Stefan Brüge im Mittelfeld Erik Helms ab und fand dann noch mit seinem Pass Schüttpelz, der sich gegen Justus Wicke behauptete, den guten Bennet Knake im Vilser Tor umspielte und zum 1:0 einschob (32.).

Eine Antwort darauf blieben die Vilser lange schuldig. „Erst im zweiten Durchgang haben wir mehr Druck gemacht“, registrierte Fischer eine Steigerung seiner Elf. Die größeren Gelegenheiten aber hatten weiter die Estorfer, die auf ihren im Urlaub weilenden Spielertrainer Lukas Swiatkowski verzichten mussten. Sie verpassten es allerdings, die Partie zu entscheiden. Und so wurde es hektisch. Dazu trugen auch die Entscheidungen von Schiedsrichter Thomas Platz bei. Etwa die, Justus Wicke keinen Elfmeter zuzusprechen, obwohl er im Estorfer Strafraum hörbar getroffen worden war (54.). „Für mich ist das ein klarer Elfmeter. Da verstehe ich nicht, warum man das nicht pfeift“, regte sich Fischer auf. Dass Wicke nicht geschrien und vor allem nicht zu Boden gegangen war, zählte für ihn nicht. „Das ist einfach ein unnötiges Foul. Vielleicht ist es nicht clever, nicht zu fallen, aber es bleibt ein Foul.“

Fischers Ärger war nachvollziehbar – und auch der Wickes, der nicht das letzte Mal im Blickpunkt stehen sollte. Schließlich hielt der 20-Jährige die Partie spannend, als er mit seinem Flugkopfball auf Höhe der Grasnarbe zum Anschluss traf (85.), nachdem wenige Augenblicke zuvor Joshua Draeger das 2:0 erzielt hatte (84.). Und auch die letzte Aktion gehörte Wicke: Er sah die Gelb-Rote Karte. Platz hatte ein Foul des Vilsers gesehen, der Torhüter Tobias Pissor den Ball bei der letzten Gelegenheit der Gäste aus der Hand geschlagen haben soll. Die Vilser hingegen hatten kein Vergehen ausgemacht. Wutentbrannt warf Wicke den Ball weg – und erlebte die letzten Momente der Partie hinter der Bande, denn er hatte bereits die Gelbe Karte gesehen. „Da habt ihr Glück gehabt“, sagte Fischer in Richtung des Estorfer Trainers Martin Finze. „Unser Spieler war vor eurem Torwart am Ball.“ Dass diese Szenen zu großen Aufregern wurden, lag allerdings nur an der schwachen Chancenverwertung der Rot-Weißen. Das wusste auch Fischer, der ehrlich zugab: „Estorfs Sieg ist natürlich verdient.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 04.10.2018

Herren 01.10.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Vilsen erarbeitet sich Glück

Bruchhausen-Vilsen. Frank Fischer freute sich über den Punkt gegen die Fußballer des TuS Drakenburg, der vor dem Spieltag noch auf dem zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga gestanden hatte. Mit dem 0:0-Unentschieden seines SV Bruchhausen-Vilsen war Trainer Fischer indes völlig einverstanden. „Es war ein sehr einseitiges Spiel, und Drakenburg war das klar bessere Team. Aber wir haben uns das Glück erarbeitet und den Punkt gewonnen“, sagte Fischer.

Insgesamt gingen die Lila-Hemden defensiv gefestigt in die Partie und überliefen dem Favoriten den Groß der Spielanteile. Zwar sah Fischer, dass die Gäste über die gesamte Partie äußerst viel Ballbesitz besaßen und aktiver waren, dennoch wussten sie nicht so recht, was sie damit anfangen sollten. „Drakenburg hatte wenig klare Chancen und ihnen ist wenig eingefallen“, zeigte sich Trainer Fischer vor allem mit der Leistung in der Defensive der Seinen begeistert. „Die Möglichkeiten, die sie hatten, hat unser Torwart Tobias Stuwe gut gehalten.“

Von seiner Mannschaft registrierte er dagegen nur eine Chance kurz vor Schluss. Nach einem Konter sah Nico Schröder auf der Außenbahn nicht den mitgelaufenen Niklas Schroeder, der in der Mitte einschussbereit gewesen wäre (80.). 

Herren 26.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Torwart-Zukunft gesichert

Drei Torhüter hat Fußball-Bezirksligist SV Bruchhausen-Vilsen in den vergangenen drei Spielen eingesetzt. Vor zwei Wochen noch stand Stammkeeper Bennet Knake zwischen den Pfosten. Danach folgte Maximilian Kues, und am Wochenende trugTobias Stuwe das Trikot mit der Nummer eins. Unzufriedenheit des Trainers, Verletzungen oder schlechte Leistungen der Keeper sind aber nicht der Grund für diese unübliche Rotation. Knake weilt im Urlaub und die Vilser wollten keinen der Ersatzkeeper, die ansonsten in der Zweiten auflaufen, festspielen. „Bennet fehlt noch zwei Spiele, mal sehen, wie wir weiter rotieren. Wenn sich dann doch einer festspielt, ist das so“, meinte Trainer Frank Fischer. Bedenken wegen der Qualität hat Fischer nicht: „Da ist Vilsen traditionell bestens aufgestellt.“ Ein Grund dafür ist Andreas Mann. Der war in den 1990er-Jahren einer der besten Torhüter im Bezirk und gibt seit vielen Jahren sein Wissen an seine (Nach-)Nachfolger weiter. Sein Sohn Mathis allerdings entschied sich für eine Feldspielerkarriere. Dafür steht bei den Vilsern noch ein anderer vierter Torwart bereit. Timo Brauer spielte schon mit den A-Junioren im Bezirk. Allerdings muss der Youngster wegen eines Kreuzbandrisses noch länger pausieren. Trotzdem ist die Torwart-Zukunft in Bruchhausen-Vilsen gesichert.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.09.2018

Herren 24.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Von allem zu wenig

Der TuS Sudweyhe lässt gegen den defensiv gut stehenden SV Bruchhausen-Vilsen zwei Punkte liegen

Sudweyhe. Beide Trainer waren nach der Partie nicht zufrieden. Aufseiten des TuS Sudweyhe war Christian Mach alles andere als einverstanden mit dem, was seine Fußballer über 90 Minuten geboten haben. "Das war von der ersten bis zur letzten Minute zu wenig", konstatierte Mach. Auch Frank Fischer konnte sich angesichts des späten Ausgleichs nicht vollends über die Punkteteilung freuen. "Wir haben das heute super gemacht, aber man muss im Strafraum nicht so reingehen", ärgerte sich Fischer über das Einsteigen Marcel Schröders, der den eingewechselten Nico Riekers zu Fall brachte. Der verwandelte Elfmeter sorgte letztlich für das 2:2 (1:1)-Unentschieden der beiden Bezirksligisten.

Zwar gaben die Gäste aus Bruchhausen-Vilsen in der nahezu letzten Sekunde den Sieg noch aus der Hand, dennoch freute sich Fischer darüber, dass seine Mannschaft nun in der Bezirksliga angekommen ist. "Wir haben heute gesehen, dass wir es können", sagte der Coach. Zwar kam der Gastgeber deutlich besser in die Partie und übernahm schnell die Spielkontrolle, doch wirklich gefährlich war Sudweyhe indes nicht. "Wir haben uns einfach zu wenig bewegt und zu wenig Zweikämpfe gewonnen", sah Mach die Hauptprobleme im Spielaufbau. Dafür stellten zum einen die Vilser sehr gut die Räume und Passwege zu, zum anderen ging Machs Elf die Genauigkeit in der Vorwärtsbewegung ab.

Sudweyhe zu ungefährlich

So erkämpften sich die Lila-Hemden die Bälle im Mittelfeld und schalteten dann um. So auch beim 1:0 durch Nick Brockmann (9.). Nach einem Ballgewinn brachte Niklas Schroeder das Spielgerät von der Grundlinie vor das Tor, wo der eingelaufene Brockmann vollkommen unbedrängt nur noch einschieben musste. Auf der anderen Seite durften sich die Gäste bei ihrem Torwart Tobias Stuwe bedanken, dass sie nicht unmittelbar den Ausgleich kassierten (14., 19.). Vielmehr hatte Vilsen mit einer ähnlichen Kombination über Brockmann, der Schroeder mit einem Steilpass schickte, das 2:0 auf dem Fuß. Doch Jannik Theiß hielt sich und seine Sudweyher im Spiel (30.).

Die Hausherren erhöhten den Druck, sodass Fischers Mannschaft immer weiter in die eigene Hälfte gedrängt wurde. Zwar hatte Aman Orzjan, nachdem er mit dem Ball von der rechten Außenbahn nach innen gezogen war, noch eine Möglichkeit von der Strafraumgrenze, doch er verpasste um Zentimeter Theiß' Kasten (32.). "Die Jungs waren auf dem Platz einfach zu brav", kommentierte Mach das Zweikampfverhalten seiner Spieler, die dennoch vor der Pause noch den zwischenzeitlichen Ausgleich herstellten. Nach einem feinen Chip von Marvin Brüggemann über die Vilser Abwehr verwandelte Romario Klausmann sicher ins lange Eck zum 1:1 (37.). 

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Sudweyhe erhöhte den Druck, um in Führung zu gehen, doch waren es die Vilser, die ihrerseits gut verteidigten und selbst das Tor trafen. Nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze, den Kai Schiffbach trat, war es erneut Brockmann, der den Ball ohne große Mühe zur Vilser Führung über die Linie beförderte (75.). Schiffbachs Freistoß konnte Sudweyhes Schlussmann Jannik Theiß nur abklatschen lassen.

Sudweyhe drängte in der Folge auf den Ausgleich, war jedoch in der Vorwärtsbewegung zu ungenau auf dem nassen Rasen. "Wir haben das im Training angesprochen, das hat man heute nicht gesehen", sagte Mach, der sah, dass seine Mannschaft eher mit langen Bällen nach vorne spielte als mit Kombinationen versuchte, die Vilser Abwehr zu knacken. Erst kurz vor Schluss kam der Gastgeber noch einmal gefährlich vor das Tor, was prompt das zweite Tor zur Folge hatte. Im Strafraum legte Marcel Schröder den eingewechselten Nico Riekers. Nicht nur, dass Schiedsrichter Steffen Leseberg auf Elfmeter entschied, er schickte Schröder wegen wiederholtem Foulspiels vom Platz. Sudweyhes Riekers trat selbst an und verwandelte zum Endstand (89.). Fischer war bedient: "Wir haben heute ein Bombenspiel gemacht und dann verschenken wir so die drei Punkte." Auch Christian Mach zog aus dem Unentschieden seine Schlüsse: "So, wie wir spielen, haben wir oben in der Tabelle nichts verloren."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 24.09.2018

Herren 17.09.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Vilsen zahlt Lehrgeld

Die Lila-Hemden verpassen den zweiten Saisonsieg und kassieren ein 0:2 gegen den TuS Kirchdorf

Kirchdorf/Bruchhausen-Vilsen. Für die Bezirksliga-Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen ist es nichts mit dem ersehnten zweiten Saisonsieg geworden. Eine Woche nach dem wichtigen Erfolg gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst unterlagen die Gäste beim TuS Kirchdorf mit 0:2 (0:2). In Vertretung des abwesenden Frank Fischer hatte aufseiten des SV Bruchhausen-Vilsen Fabian Schlechter die Verantwortung. Der Coach hatte seinem Team ein frühes Anlaufen verordnet, da er bei den Gastgebern Schwächen im Defensivverbund ausgemacht hatte.

Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Spielgeschehen dann aber doch in die Hälfte der Gäste. „Zu Beginn haben unsere Maßnahmen noch gut gegriffen. Kirchdorf hat nur mit langen Bällen agiert. Dann aber sind oft die zweiten Bälle beim Gegner gelandet. Wir waren häufig einen Schritt zu spät und konnten uns nur noch mit Foulspielen helfen“, analysierte Schlechter.

Zwei Treffer nach Standards

So fielen auch beide Gegentreffer nach Standardsituationen. Zunächst zirkelte Christoph Albers einen Freistoß um die Mauer unhaltbar ins Torwarteck (28.). Acht Minuten später nutzte Jan Könemann eine Freistoßhereingabe von der Außenseite per Kopf zum 2:0.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Spieler des SV Bruchhausen-Vilsen wieder griffiger. „Wir waren dann wieder deutlich besser im Spiel und haben Kirchdorf kontrolliert. So wirklich zwingende Chancen konnten wir uns leider nicht erspielen“, merkte Schlechter an. Erst in den Schlussminuten hatte er den Torjubel auf den Lippen. Der von ihm in die Spitze beorderte Mathis Mann setzte sich energisch durch, fand mit seinem Linksschuss jedoch seinen Meister in TuS-Keeper Dennis Fehner, der den Ball mit den Fingerspitzen noch zur Ecke lenkte.

Fabian Schlechter ordnete die Niederlage nach der Partie realistisch ein: „Wir haben ein wenig Lehrgeld gezahlt. In den entscheidenden Momenten war Kirchdorf einfach cleverer und hat dadurch nicht unverdient gewonnen.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.09.2018

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