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Herren 16.07.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Bruchhausen-Vilsen enttäuscht in Hoya

Hoya/Bruchhausen-Vilsen. „Das war unser schlechtester Test bisher“, lautete das Kurzfazit Frank Fischers nach der 1:3-Niederlage des von ihm trainierten Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen bei der SG Hoya. In den dreimal 30 Minuten, die die Teams auf Wunsch der Gastgeber spielten, war die SG besser als der Aufsteiger, dem nur zwölf Spieler zur Verfügung standen. In der ersten halben Stunde hielten die Vilser ohne zu überzeugen noch ein torloses Remis, ehe sie dann in der zweiten in Rückstand gerieten. Im Schlussdrittel glich Mathis Wohlers nach einer Kombination über Niklas Schröder und Dorian Klinger aus (62.), doch die Gastgeber antworteten prompt (67.). Den dritten Treffer für Hoya erzielte Dennis Böschen, der bis zum Sommer noch in Vilsen aktiv war.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 16.07.2018

Herren 12.07.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Bruchhausen-Vilsens erster Sieg in der Vorbereitung

Bruchhausen-Vilsen/Nordwohlde. Abseits des Weltmeisterchafts-Halbfinals zwischen Frankreich und Belgien haben am Dienstagabend die Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen und des TVE Nordwohlde ein unterhaltsames Testspiel bestritten. Am Ende hatte der gastgebende Bezirksliga-Aufsteiger gegen den Kreisliga-Neuling knapp mit 3:2 (2:1) die Nase vorn.

In einer Sache waren sich Vilsens Trainer Frank Fischer und sein Nordwohlder Pendant Martin Werner einig: Es war ein guter Test für beide Mannschaften. „Nordwohlde hat uns richtig gefordert“, stellte Fischer fest. Auch Werner war zufrieden: „Für den jetzigen Stand der Vorbereitung war das gut. Es sitzen noch nicht alle Abläufe, aber wir arbeiten daran.“ Mit etwas mehr Glück im Abschluss hätte seine Mannschaft sogar ein Unentschieden erreichen können: In der letzten Minute rettete die Latte Vilsen den Sieg. „Da waren wir platt“, erkannte Fischer, dessen Team schwer ins Spiel fand. Nordwohlde hatte früh zwei gute Chancen, traf aber nicht. Die Vilser nutzten dagegen ihre erste Chance durch Walid Garaf gleich zum 1:0 (9.).

Danach übernahmen die Hausherren die Kontrolle. „Man hat gesehen, dass Vilsen in der Zweikampfführung noch einen Tacken robuster ist“, sagte Werner. Der SVBV gewann früh einige Bälle, ließ jedoch beste Gelegenheiten aus. „Das müssen wir besser machen, nicht nur im Abschluss, sondern auch beim letzten Pass“, forderte Fischer. Chancen für mehr als den zweiten Treffer, den Feizal Alkozei erzielte (40.), hatte seine Elf vor der Pause. Stattdessen meldete sich Nordwohlde durch Dennis Wagner zurück (43.).

Nach dem Wechsel war es zunächst weniger turbulent, ehe Niklas Schröder auf 3:1 erhöhte (62.) und Felix Kattau per Foulelfmeter prompt konterte (66.). Nordwohlde schnupperte nun am Ausgleich, erzielte ihn aber nicht mehr. Der Gesamteindruck stimmte dennoch. Der TVE testet am Sonntag beim Sündermann-Cup gegen den TSV Bramstedt, Vilsen, das über weite Strecken ebenfalls eine gute Leistung zeigte, spielt am Sonnabend bei der SG Hoya.© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.07.2018

Herren 09.07.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Vilsen nutzt die Chancen nicht

Bruchhausen-Vilsen. Dem Aufsteiger in die Landesliga Hannover haben die Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen getrotzt, dem Aufsteiger in die Landesliga Lüneburg mussten sie sich dagegen geschlagen geben: Nach dem 1:1 gegen den TV Stuhr hat der Fußball-Bezirksligist am Sonnabend gegen den FC Verden 04 eine 0:3 (0:2)-Niederlage hinnehmen müssen.

Die Elf von Trainer Frank Fischer geriet gegen das Team von Sascha Lindhorst schon früh auf die Verliererstraße: Amer Özer (3.) und Philipp Breves (9.) schossen die Gäste noch in der Anfangsphase mit 2:0 in Führung. "In den ersten zehn Minuten haben wir ein bisschen geschlafen", sagte Fischer, der mit den restlichen Minuten seines Teams aber zufrieden war. Einziges Manko: "Wir hätten mehr Tore machen müssen." Schon vor dem 0:1 hatte Nico Schröder den ersten Treffer auf dem Fuß gehabt. Auch in der Folge fehlte dem SVBV vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit. Ibrahim Koua traf in der Schlussphase zum Endstand. Am Dienstag bestreiten die Vilser ihr nächstes Testspiel. Dann erwarten sie um 19.30 Uhr den TVE Nordwohlde.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.07.2018

Herren 02.07.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Kompakt und gut organisiert

Im ersten ernsthaften Test trotzt Bezirksliga-Aufsteiger SV Bruchhausen-Vilsen dem Landesliga-Neuling TV Stuhr ein 1:1 ab

Bruchhausen-Vilsen.Darauf können die Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen aufbauen. Im ersten Testspiel nach der Sommerpause erreichte der frischgebackene Bezirksliga-Aufsteiger immerhin ein 1:1 (1:0) gegen den Landesliga-Neuling TV Stuhr. Besonders defensiv wusste die Elf von Trainer Frank Fischer zu gefallen, zeigte sich kompakt und gut organisiert und ließ kaum Möglichkeiten des aktuellen Bezirksliga-Titelträgers zu.

Das gefiel natürlich auch Coach Fischer, der nach der Darbietung und drei absolvierten Trainingseinheiten optimistisch in die neue Saison blickt. Am Dienstag waren die Vilser in die Vorbereitung gestartet. „Wir haben uns bis zum Schluss gewehrt. Unsere jungen Leute haben gegen diesen Gegner gut mitgehalten“, freute sich Fischer, der insbesondere seinen Neuzugängen Tjark Czernek und Erik Helms, die beide dem eigenen Juniorenbereich entstammen, ein Kompliment machte.

Chancen auf beiden Seiten

Doch auch für Stuhrs Übungsleiter Christian Meyer, der mit seinem Team am Donnerstag die Vorbereitung aufgenommen hatte, war der erste Eindruck okay. „Wir haben uns gut bewegt, und alle hatten ihre Einsatzzeiten. Da ist sicherlich noch Luft nach oben. Die Passsicherheit war noch nicht da, wir leisteten uns viele einfache Fehlpässe“, analysierte Meyer, der insgesamt 20 Spieler einsetzte. In der ausgeglichenen ersten Hälfte war vieles so kurz nach dem Trainingsauftakt logischerweise noch Stückwerk: Den ersten Schussversuch gaben die Stuhrer ab, als Kapitän Fabian Bischoff eine Quervorlage weit neben das Tor beförderte (9.). Auf Vilser Seite köpfte Marten Köhler nach einer Ecke rechts vorbei (17.). Wenig später wurde ein Schuss von Justus Wicke erfolgreich von der Stuhrer Hintermannschaft geblockt (20.). Fabian Bischoff hatte auch bei seinem zweiten Versuch wenig Fortune, als er einen Freistoß weit über das Tor drosch (33.).

Dann war es Nico Schröder, der Stuhrs Torhüter Daniel Bischoff zum ersten Mal prüfte (35.). Im Anschluss lenkte der Schlussmann einen Schuss von Niklas Schröder zur Ecke. Dieser hatte nach Zuspiel von Nico Schröder freie Bahn. Die darauffolgende Ecke von Moritz Warnke köpfte Niklas Schröder schließlich zur Führung ein (39.).

Es waren eben diese Standardsituationen seiner Elf, die Fischer gefielen. „Bemerkenswert war auch die Leistung von Niklas Schröder. Der präsentierte sich äußerst beweglich und konditionsstark. Er hat sich viel vorgenommen für die neue Spielzeit“, lobte Fischer den Angreifer und Schützen des Führungstores. Nur drei Minuten später kam Schröder nach einer Ecke von Mathis Wohlers erneut zum Kopfball, doch dieses Mal landete die Kugel knapp neben dem Pfosten. Quasi mit dem Halbzeitpfiff verpasste Stuhrs aufgerückter Innenverteidiger Janik Troue nur knapp einen Freistoß von Mittelfeldakteur Tim Langreder, der aus der Stuhrer A-Jugend zum Kader hinzustieß.

Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Vilser, die den Ausbau der Führung versäumten. Nach Flanke von Köhler nahm Wohlers das Leder wenige Meter vor dem Tor lauernd direkt, doch Bischoff verhinderte mit einem Reflex das zweite Tor (53.). Das machte auf der gegenüberliegenden Seite anschließend Adrian Herrmann, der nach einem Steilpass von Tobias Keunecke wohlüberlegt an Keeper Bennet Knake vorbei zum Ausgleich einschob (60.). „Dieser Treffer war schwer zu verteidigen. Das Zuspiel kam genau durch die Gasse“, beobachtete Fischer, dessen Team sich weiter energisch wehrte. „In der zweiten Hälfte waren wir etwas stärker am Drücker, ohne uns ganz klare Chancen herauszuspielen“, bemerkte Meyer.

Doch auch die Vilser hätten durchaus noch zum Erfolg kommen können: Niklas Schröder scheiterte nach Zuspiel von Köhler erneut an Bischoff (75.). In der Schlussminute wurde er zudem im letzten Moment geblockt.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.07.2018

Herren 30.06.2018 von Hermann Hamann

Ü60 Super Oldies: Mannschaftsfeier der Super-Oldies, der Ü-50 und der Ü-40


Die Super-Oldies kommen aus den Feiern gar nicht mehr heraus. Am Freitag, d.29.6.2018 fand im Vereinsheim ein gemeinsames Grillen mit der Ü50- und der Ü 40-Mannschaft statt. Die jeweiligen Torkanonen wurden vergeben an: Super Oldies: Dr.Frank Pellmann, Ü-50: Ulrich Schröder und Ü-40: Markus Drescher. Nach einer kleinen Trainingseinheit wurde gegrillt. Das gewonnene Bier vom Pokalendspiel wurde von der Ü-50 gespendet. Bei bestem Sommerwetter eine sehr gelungene Veranstaltung. Als neuer Trainer der Ü-60 konnte Hermann Hustedt für die neue Saison gewonnen werden.

Herren 29.06.2018 von Hermann Hamann

Ü60 Super Oldies: Mannschaftsfahrt der Super Oldies vom 22.6. bis 24.6.2017

Die diesjährige Mannschaftsfahrt fand am Wochenende vom 22.6. bis 24.6.2017 statt. Wieder hervorragend von Johann Mügge organisiert, erkundeten wir Würzburg in Unterfranken. Neben dem Besuch von Biergärten und einer Schifffahrt auf dem Main besuchten wir die Residenz und Festung Marienberg mit einer Führung (s.Mannschaftsbild). Weitere Bilder auch in der Galerie.
 

Herren 11.06.2018 von Thomas Warnke

Ü50 Oldies SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt: Zwei bärenstarke Torhüter

Die beiden Männer zwischen den Pfosten standen beim Finale der Ü50-Fußballer im Mittelpunkt: Andreas Mann im Kasten der SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt und der Twistringer Andreas Schultalbers im Gehäuse des TuS Frisia Goldenstedt zeigten jeweils eine tolle Leistung. Am Ende jubelte allerdings nur Schultalbers, der mit seinem TuS einen 1:0 (1:0)-Erfolg feierte.

Nur ein einziges Mal war Andreas Mann zu überwinden: Andreas Pölking traf nach einem kurz ausgeführten Freistoß von Peter Schlömer sehenswert mit dem Außenrist (8.). In der ersten Hälfte war Goldenstedt die bessere und aktivere Mannschaft, während sich Bruchhausen-Vilsen/Süstedt schwertat, in die Partie zu finden. Auf Andreas Mann war jedoch Verlass. Er hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Aktionen im Spiel.

Mit zunehmender Spielzeit steigerte sich die SG und übernahm mehr und mehr die Kontrolle. Kurz vor der Pause deutete Ralf Thiermann mit seinem Linksschuss, der knapp über das Tor strich, schon an, dass sein Team sich noch nicht aufgegeben hatte (29.). Im zweiten Durchgang hatte Vilsen/Süstedt dann deutlich Oberwasser und drängte auf das Unentschieden. Goldenstedt gingen mehr und mehr die Kräfte aus. Doch ein Mann stemmte sich gegen die Gäste: Andreas Schultalbers. Der Keeper zeigte mehrere starke Paraden, unter anderem gegen Thiermann (33.). Auch Jörn Meyer versuchte es zweimal innerhalb nur einer Minute, doch sowohl bei seinem Schlenzer aufs lange als auch bei seinem strammen Schuss ins kurze Eck war Schultalbers mit starken Reflexen auf dem Posten (40.) und avancierte so zum Matchwinner.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 11.06.2018

Herren 07.06.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Geschichte wiederholt sich

Frank Fischer, Andreas Mann und Lutz Wiederhold steigen mit Bruchhausen-Vilsen nach 19 Jahren erneut auf

Bruchhausen-Vilsen. Die Parallelen sind unverkennbar und schnell gefunden. Die Mannschaft ist sogar mit demselben Traktor und Fahrer durch den Ort gefahren – wie schon vor 19 Jahren. Damals wie heute machten die Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt. Die Teams sind dagegen gänzlich andere. Spieler verließen den Verein oder hörten später ganz mit dem Fußball auf, um sich anderen Dingen zu widmen. Doch für drei Vilser aus der alten Aufstiegsmannschaft hat sich jüngst Geschichte wiederholt: Denn sowohl 1999 als auch 2018 waren Lutz Wiederhold, Frank Fischer und Andreas Mann mit von der Partie und durften einen außergewöhnlichen Triumph feiern.

„Es war schon ein Déjà-vu, als wir auf dem Anhänger durch den Ort fuhren und uns in den Armen lagen“, sagt Wiederhold über die Aufstiegsfahrt durch Bruchhausen-Vilsen. Er selbst spielte damals in der Innenverteidigung der Lila-Hemden und musste mit seinem Team 1999 den Weg über die Relegation gehen, um aufsteigen zu können. Mit 2:1 gewannen die Vilser das Duell gegen den SV 09 Nienstädt. „Der Gegner war wirklich stark, und der Druck war natürlich im Entscheidungsspiel sehr hoch“, erinnert sich Wiederhold, der vor zwei Jahren erneut beim SVBV anheuerte – dieses Mal allerdings als Co-Trainer und Spieler.

Ihn freut es vor allem, dass seine Mannschaft den Aufstieg vor heimischem Publikum am finalen Spieltag eingetütet hat. „Es passte einfach. Eine richtige Erfolgsstory. Dass ich das noch einmal erleben darf, ist ein besonderes Privileg“, freut sich der ehemalige Verteidiger. Der 42-Jährige wird in der kommenden Saison in der Bezirksliga nicht mehr als Trainer am Spielfeldrand stehen. „Es macht mich umso glücklicher, dass ich mich so verabschieden kann. Die Zeit habe ich sehr genossen und bin dankbar für das Vertrauen vom Verein.“ Im Gegensatz zum Aufstieg vor 19 Jahren sah er sich dieses Mal mehr in der Pflicht. „Damals war ich nur Spieler und konnte mich auf das Spiel konzentrieren. Als Trainer hast du viel drumherum, aber Frank und ich haben uns wirklich gut ausgetauscht und ergänzt“, zollt Wiederhold seinem Chefcoach Respekt.

Neue Taktik bringt Erfolg

Diese Achtung bringt Trainer Frank Fischer auch seinem Co entgegen. „Lutz hat einen engeren Kontakt zum Team, und wir können uns so sehr gut ausgleichen“, sagt der Übungsleiter, der wie Wiederhold seit zwei Jahren bei den Lila-Hemden wieder an der Seitenlinie steht. Zuvor war er Trainer beim TuS Syke, TSV Bassum, SV Heiligenfelde und TVE Nordwohlde. Mit dem TSV und dem SVH schaffte Fischer ebenfalls den Aufstieg in die Bezirksliga.

Vor dem finalen Spiel der gerade beendeten Saison gegen den TuS Wagenfeld (3:0) spürte er mit seinen Vilsern keinen Siegzwang. „Es war eher eine positive Anspannung“, wie es der Aufstiegstrainer formuliert. Er weiß, dass sich die Zeiten im Fußball geändert haben. „Früher kamen wir mit 14 Spielern aus, heute brauchst du pro Saison knapp 30. Das sind ganz andere Mannschaften“, erklärt Fischer, der sich selbst immer wieder hinterfragt und seine Taktiken an neue Gegebenheiten anpasst – ein Geheimnis seines Erfolgs. Damals wie heute. So spielte er in der Aufstiegssaison 1998/1999 mit einer Viererkette.

Heutzutage fest etabliert im Spielsystem, damals vollkommen neu: „In der Gruppenphase der WM (1998 in Frankreich, d. Red.) spielte Norwegen gegen Brasilien mit einer Viererkette und gewann mit 1:0. Und Norwegen war kein Topfavorit“, nennt Fischer den Grund für seinen Systemwechsel und Parallelen zu seinem Herzensverein, der sich in den Jahren zuvor eher im Mittelfeld der Tabelle platziert hatte. Er habe das Spiel auf Video aufgenommen und immer wieder angeschaut. Dann setzte er das System um. Eine gewagte Vorgehensweise, zumal der Trainer mit seinen damals 34 Jahren teilweise jünger war als seine Spieler.

Einzigartige Konstellation

Doch das Konzept ging auf, Vilsen feierte den zweiten Platz und damit die Teilnahme an der Relegation. Es folgte der Aufstieg. Die taktische Variabilität und das Ausprobieren neuer Methoden schätzt auch Torwart-Trainer Andreas Mann an Fischer: „Er ist einer der kompetentesten Trainer, die ich kenne.“ Mann hielt vor 19 Jahren das Tor sauber und war ein starker Rückhalt, dieses Mal konnte er nur zuschauen. Für ihn sei die Aufgabe an der Seitenlinie „viel nervenaufreibender“, weil er selbst nicht eingreifen könne. Die Leistung seiner Mannschaft vor heimischem Publikum freute ihn: „Man sah bei den Jungs den Willen, dass sie gewinnen wollten. Schöner kann eine solche Geschichte nicht sein.“ Mit seinem Sohn Mathis, der sein erstes Herrenjahr bei den Lila-Hemden bestritt, sieht er bereits die nächste Generation auf dem Feld. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt Mann, der über die Jahre einen engen Kontakt zu seinen alten Weggefährten gepflegt hat – so auch zu Wiederhold und Fischer: „Diese Konstellation ist schon einzigartig.“

Das sehen auch die anderen beiden Aufsteiger so. Die Mannschaft sei damals allein durch ihre geringe Kadergröße familiärer gewesen. „Es haben sich jahrzehntelange Freundschaften entwickelt. Man grüßt und schätzt sich“, sagt Fischer. Besonders freut es Wiederhold, dass zum jüngsten Endspiel um den Aufstieg auch alte Teamkameraden erschienen: „Es ist schon toll, dass die Leute von damals vorbeikommen, mitfiebern und einem gratulieren.“

Auf die kommende Saison in der Bezirksliga freuen sich die drei – trotz der vielen Arbeit. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Vielleicht kommt der Aufstieg ein Jahr zu früh, aber wir nutzen die Chance“, kündigt Andreas Mann an. Das sieht auch Frank Fischer so: „Es war vielleicht etwas zu früh, daher müssen wir uns sehr gut vorbereiten, um das Abenteuer Bezirksliga zu bestehen.“ Lutz Wiederhold wird seine ehemaligen Schützlinge in seiner neuen Rolle als Zuschauer anfeuern: „Die Aufstiege waren beide unglaublich toll. Aber die Zeit damals ist abgeschlossen, jetzt haben wir eine andere Zeitrechnung. Ich freue mich auf interessante Derbys vor Ort.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 07.06.2018

Herren 04.06.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Feiernde Vilser

Die Fußballer aus dem Luftkurort machen im Fernduell mit dem SVMS den Bezirksliga-Aufstieg perfekt

Bruchhausen-Vilsen. Aufstieg! Als der Schiedsrichter abpfiff, lagen sich Frank Fischer und Lutz Wiederhold lange in den Armen. Die Spieler des SV Bruchhausen-Vilsen rannten unterdessen jubelnd auf den Platz. All die Anspannung fiel in diesem Moment von der gesamten Kreisliga-Mannschaft ab. Der SV Bruchhausen-Vilsen gewann gegen den TuS Wagenfeld mit 3:0 (1:0) und spielt in der kommenden Saison in der Bezirksliga. Gleich zwei Spieler, die in der folgenden Spielzeit nicht mehr für den SVBV auflaufen werden, verteilten aber vorher noch ein paar wichtige Abschiedsgeschenke. Malte Löffler und Kapitän Dennis Böschen trafen beide in ihrem letzten Spiel. "Es war wichtig, dass wir den Aufstieg aus eigener Kraft geschafft haben", sagte Übungsleiter Frank Fischer nach dem Sieg seiner Mannschaft erleichtert.  

Denn im Fernduell mit dem SV Mörsen-Scharrendorf war der SV Bruchhausen-Vilsen zum Siegen verdammt, um nicht auf Schützenhilfe von Mörsens Gegner SV Jura Eydelstedt angewiesen zu sein. Der SV Bruchhausen-Vilsen stand vor dem Spiel auf dem zweiten Platz, während der SVMS nur zwei Punkte dahinter auf Rang drei lag. So war es für die Gastgeber wichtig, gegen den TuS Wagenfeld schnell das erste Tor zu erzielen, um den Druck aus dem eigenen Spiel zu nehmen. "Die Spannung war die ganze Zeit zu spüren, vor allem weil die Spieler noch nicht in so einer Situation waren", sagte Vilsens Co-Trainer Lutz Wiederhold, der nach der Saison seinen Hut nehmen wird und sich noch die Möglichkeit auf ein Wiedersehen offenhält. 

Ganz sicher wird Malte Löffler in der kommenden Saison wieder auf dem Vilser Platz stehen. Er wird dann allerdings gegen seine Teamkameraden spielen, denn Löffler wechselt zum SV Heiligenfelde. "Ich freue mich auf die Spiele gegen die Jungs. Wir konnten es nicht besser machen, so kann uns niemand vorwerfen, dass wir mit Glück aufgestiegen sind", sagte Löffler. Er war es auch, der nach einer Kopfballverlängerung Dennis Böschens das Tor Richtung Bezirksliga weit aufgestoßen hatte (18.).

Allerdings war die Anspannung der Gastgeber vor dem Führungstreffer deutlich zu spüren. Sie brauchten ein wenig, um in ihr Spiel zu kommen. Viele Ballaktionen waren anfangs noch sehr hektisch. Schließlich spielten die Vilser auch gegen die erfolgreichste Rückrundenmannschaft in dieser Saison. Das zeigten die Gäste auch phasenweise immer wieder, sodass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Nach dem Tor zog sich Vilsen ein wenig zurück und überließ dem TuS Wagenfeld ein wenig mehr Ballbesitz, allerdings konnte er das nicht in ein Tor ummünzen. "Wir haben uns nicht nervös machen lassen und konnten die Spannung hochhalten", freute sich Fischer über die Einstellung seines Teams.

Kapitän sorgt für Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel stand das Spiel auf Messers Schneide. Zwar hatten die Gastgeber das zweite Tor auf dem Fuß, allerdings vergaben sie ihre vorhandenen Möglichkeiten (55., 65.), anstatt schnell alles klar zu machen. Erst Kapitän Dennis Böschen sorgte dann für die vorzeitige Entscheidung und ließ Mitspieler und Trainerstab jubeln. "Wir wollten es unbedingt und ich bin froh, dass ich helfen konnte", sagte der Mannschaftsführer, der das Leder im Strafraum an den Fuß bekam und locker einschob (75.).

Nach dem zweiten Treffer für die Gastgeber wollte sich allerdings kein richtiger Spielfluss mehr einstellen, denn das Spiel beider Mannschaften war durchzogen von Nickligkeiten, sodass wenig sich nennenswerte Situationen entwickeln konnten und viel über Standards lief. So hatte Wagenfeld durch einen Freistoß Lennart Kruses aus rund 30 Metern die Chance auf den Anschlusstreffer. Sein Schuss flog knapp am Winkel vorbei (86.). Besser machte es dagegen wieder Vilsens Böschen, der seinen Freistoß von der Strafraumgrenze elegant in den Knick zirkelte (88.). Böschen, der zur neuen Saison nach Hoya wechseln wird, freut sich dennoch für sein Team: "Das wird eine sehr lehrreiche Zeit."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 04.06.2018

Herren 01.06.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Es kann nur einen geben

Bruchhausen-Vilsen und Mörsen-Scharrendorf liefern sich ein Fernduell um den Bezirksliga-Aufstieg

Bruchhausen-Vilsen/Mörsen. Der letzte Spieltag der Fußball-Kreisliga wird zum Aufstiegs-Showdown zwischen dem SV Bruchhausen-Vilsen und dem SV Mörsen-Scharrendorf. Beide Teams liefern sich ein Fernduell um die Vizemeisterschaft, die zum Sprung in die Bezirksliga berechtigt. „Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen werden“, sagt Vilsens Angreifer Dennis Böschen, der mit seinem Team am Sonntag ab 15 Uhr den TuS Wagenfeld erwartet. Ein Punkt und acht Tore Vorsprung hat der SVBV auf den SVMS – und doch haben sich die Mörsener noch nicht aufgegeben vor ihrer Partie beim SV Jura Eydelstedt, wie Christian Horstmann deutlich macht: „Wir werden alles dafür tun, um unsere Chance zu nutzen.“

Eine wichtige Rolle dürfte am finalen Spieltag sowohl Böschen als auch Horstmann zukommen. Beide sind Stürmer, beide haben für ihre Teams die meisten Tore erzielt. Böschen hat 14-mal getroffen, Horstmann sogar 16-mal. Nun wollen sie ihre Mannschaften zum Aufstieg schießen. Während Vilsens Trainer Frank Fischer fest mit seinem stellvertretenden Kapitän plant, muss sein Gegenüber Friedhelm Famulla zittern: Horstmann ist angeschlagen. „Ich weiß noch nicht, ob es reicht“, sagt er. „Wenn es irgendwie geht, will ich spielen.“ Sein Ausfall wäre ein herber Verlust für die Famulla-Elf, die personell ohnehin nicht auf Rosen gebettet ist. Horstmann macht auch die Verletztenmisere dafür verantwortlich, dass der Traum vom Aufstieg zu platzen droht. Schon im Vorjahr war der SVMS Dritter geworden. Nun droht das gleiche Szenario, obwohl der Vorsprung auf Vilsen nach der Hinrunde elf Punkte betrug.

„Die Welt würde nicht untergehen, wenn es nicht klappt“, weiß Horstmann. Den Bezirksliga-Aufstieg hat er dennoch nicht abgeschrieben. Das sah vor einer Woche nach der 0:1-Niederlage gegen den TSV Okel noch ganz anders aus. „Ganz ehrlich: Ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass wir noch eine zweite Chance bekommen. Wir hatten eigentlich schon einen Haken an das Thema gemacht“, betont Horstmann, der schon in der Jugend für Mörsen spielte, zwischenzeitlich aber auch für Marhorst und Twistringen am Ball war. Hätte Vilsen zwei Tage nach Mörsens Niederlage in Sudweyhe gewonnen, dann hätten die Lila-Weißen den Aufstieg bei drei Punkten Vorsprung und dank des besseren Torverhältnisses quasi in der Tasche gehabt.

Die vertane Chance schmerzt noch

Nun ist wieder alles offen. Das ärgert Dennis Böschen. „Ich trauere der vergebenen Chance noch nach“, hat er das Remis von Sudweyhe noch nicht richtig verdaut. Bis Sonntag aber sei das erledigt: „Das darf dann keine Rolle mehr spielen. Wir wollen unsere zweite Chance ergreifen.“ Das vielfach beschworene Von-Spiel-zu-Spiel-Denken sei ein Erfolgsrezept der Vilser, die noch kein Rückrundenspiel verloren haben. „Was Frank (Fischer, d. Red.) uns mit auf den Weg gegeben hat, ist genau richtig“, lobt Böschen seinen Trainer. Dennoch war zu Beginn der Rückserie nicht absehbar, dass der SVBV am letzten Spieltag den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen kann. Diese unverhoffte Gelegenheit will Böschen beim Schopfe packen. Er weiß allerdings, dass auf ihn und sein Team eine ganz schwierige Aufgabe wartet. „Wagenfeld ist die Mannschaft der Rückrunde“, sagt er mit Blick auf die zwölf Siege und zwei Unentschieden des TuS. Die überragende Rückserie wird sich der Gast nicht verderben lassen wollen. „Jeder muss mehr als 100 Prozent geben. Das verlange ich von den Jungs, aber vor allem von mir als stellvertretendem Kapitän. Wenn wir alles gegeben haben und es reicht dann nicht, haben wir uns nichts vorzuwerfen“, sagt Böschen.

Der Angreifer hat auch das Hinspiel noch nicht vergessen: Beim 1:4 war der SVBV chancenlos. Eines der Saisonziele, nämlich das, gegen jeden Gegner zu punkten, wollen sich die Vilser erfüllen. Sie wollen sich allerdings nicht darauf verlassen, dass schon ein Remis zum Aufstieg reicht. „Wir lassen uns nicht auf Rechenspiele ein“, will Böschen selbst gewinnen, um nicht auf Eydelstedts Schützenhilfe angewiesen zu sein.

Böschen würde der Sprung in die Bezirksliga viel bedeuten – auch weil er den Gang in die siebte Liga nicht mit antreten würde. Er wird aus persönlichen Gründen zu seinem Jugendverein SG Hoya, für den er bereits im Herrenbereich aktiv war, zurückkehren. „Umso mehr werde ich mich reinhauen, um mich mit dem Aufstieg zu verabschieden“, verspricht er.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 01.06.2018

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