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Herren 01.06.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Es kann nur einen geben

Bruchhausen-Vilsen und Mörsen-Scharrendorf liefern sich ein Fernduell um den Bezirksliga-Aufstieg

Bruchhausen-Vilsen/Mörsen. Der letzte Spieltag der Fußball-Kreisliga wird zum Aufstiegs-Showdown zwischen dem SV Bruchhausen-Vilsen und dem SV Mörsen-Scharrendorf. Beide Teams liefern sich ein Fernduell um die Vizemeisterschaft, die zum Sprung in die Bezirksliga berechtigt. „Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen werden“, sagt Vilsens Angreifer Dennis Böschen, der mit seinem Team am Sonntag ab 15 Uhr den TuS Wagenfeld erwartet. Ein Punkt und acht Tore Vorsprung hat der SVBV auf den SVMS – und doch haben sich die Mörsener noch nicht aufgegeben vor ihrer Partie beim SV Jura Eydelstedt, wie Christian Horstmann deutlich macht: „Wir werden alles dafür tun, um unsere Chance zu nutzen.“

Eine wichtige Rolle dürfte am finalen Spieltag sowohl Böschen als auch Horstmann zukommen. Beide sind Stürmer, beide haben für ihre Teams die meisten Tore erzielt. Böschen hat 14-mal getroffen, Horstmann sogar 16-mal. Nun wollen sie ihre Mannschaften zum Aufstieg schießen. Während Vilsens Trainer Frank Fischer fest mit seinem stellvertretenden Kapitän plant, muss sein Gegenüber Friedhelm Famulla zittern: Horstmann ist angeschlagen. „Ich weiß noch nicht, ob es reicht“, sagt er. „Wenn es irgendwie geht, will ich spielen.“ Sein Ausfall wäre ein herber Verlust für die Famulla-Elf, die personell ohnehin nicht auf Rosen gebettet ist. Horstmann macht auch die Verletztenmisere dafür verantwortlich, dass der Traum vom Aufstieg zu platzen droht. Schon im Vorjahr war der SVMS Dritter geworden. Nun droht das gleiche Szenario, obwohl der Vorsprung auf Vilsen nach der Hinrunde elf Punkte betrug.

„Die Welt würde nicht untergehen, wenn es nicht klappt“, weiß Horstmann. Den Bezirksliga-Aufstieg hat er dennoch nicht abgeschrieben. Das sah vor einer Woche nach der 0:1-Niederlage gegen den TSV Okel noch ganz anders aus. „Ganz ehrlich: Ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass wir noch eine zweite Chance bekommen. Wir hatten eigentlich schon einen Haken an das Thema gemacht“, betont Horstmann, der schon in der Jugend für Mörsen spielte, zwischenzeitlich aber auch für Marhorst und Twistringen am Ball war. Hätte Vilsen zwei Tage nach Mörsens Niederlage in Sudweyhe gewonnen, dann hätten die Lila-Weißen den Aufstieg bei drei Punkten Vorsprung und dank des besseren Torverhältnisses quasi in der Tasche gehabt.

Die vertane Chance schmerzt noch

Nun ist wieder alles offen. Das ärgert Dennis Böschen. „Ich trauere der vergebenen Chance noch nach“, hat er das Remis von Sudweyhe noch nicht richtig verdaut. Bis Sonntag aber sei das erledigt: „Das darf dann keine Rolle mehr spielen. Wir wollen unsere zweite Chance ergreifen.“ Das vielfach beschworene Von-Spiel-zu-Spiel-Denken sei ein Erfolgsrezept der Vilser, die noch kein Rückrundenspiel verloren haben. „Was Frank (Fischer, d. Red.) uns mit auf den Weg gegeben hat, ist genau richtig“, lobt Böschen seinen Trainer. Dennoch war zu Beginn der Rückserie nicht absehbar, dass der SVBV am letzten Spieltag den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen kann. Diese unverhoffte Gelegenheit will Böschen beim Schopfe packen. Er weiß allerdings, dass auf ihn und sein Team eine ganz schwierige Aufgabe wartet. „Wagenfeld ist die Mannschaft der Rückrunde“, sagt er mit Blick auf die zwölf Siege und zwei Unentschieden des TuS. Die überragende Rückserie wird sich der Gast nicht verderben lassen wollen. „Jeder muss mehr als 100 Prozent geben. Das verlange ich von den Jungs, aber vor allem von mir als stellvertretendem Kapitän. Wenn wir alles gegeben haben und es reicht dann nicht, haben wir uns nichts vorzuwerfen“, sagt Böschen.

Der Angreifer hat auch das Hinspiel noch nicht vergessen: Beim 1:4 war der SVBV chancenlos. Eines der Saisonziele, nämlich das, gegen jeden Gegner zu punkten, wollen sich die Vilser erfüllen. Sie wollen sich allerdings nicht darauf verlassen, dass schon ein Remis zum Aufstieg reicht. „Wir lassen uns nicht auf Rechenspiele ein“, will Böschen selbst gewinnen, um nicht auf Eydelstedts Schützenhilfe angewiesen zu sein.

Böschen würde der Sprung in die Bezirksliga viel bedeuten – auch weil er den Gang in die siebte Liga nicht mit antreten würde. Er wird aus persönlichen Gründen zu seinem Jugendverein SG Hoya, für den er bereits im Herrenbereich aktiv war, zurückkehren. „Umso mehr werde ich mich reinhauen, um mich mit dem Aufstieg zu verabschieden“, verspricht er.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 01.06.2018

Herren 28.05.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Vilsen lässt die erste Chance aus

Die Fischer-Elf spielt in Sudweyhe 2:2 und kann Mörsens Niederlage nicht entscheidend ausnutzen

Sudweyhe. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat den ersten Matchball im Rennen um den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga vergeben: Der Kreisliga-Zweite kämpfte sich beim TuS Sudweyhe II nach einem 0:2-Rückstand zwar noch einmal zurück, doch mehr als ein 2:2 (0:1) sprang am Ende nicht dabei heraus. Der Vorsprung auf den Tabellendritten SV Mörsen-Scharrendorf, der zwei Tage zuvor gegen Okel verloren hatte, beträgt vor dem letzten Spieltag einen Punkt. Mit einem Sieg hätten sich die Vilser auf drei Zähler abgesetzt und wären dank ihrer im Vergleich zum SVMS besseren Tordifferenz quasi sicher aufgestiegen.

Wie ein zukünftiger Siebtligist verkauften sich die Vilser in Sudweyhe nicht. „So wird es in der Bezirksliga nicht funktionieren“, sagte Trainer Frank Fischer, der bei seiner Elf mehrere Baustellen ausmachte, unter anderem die Schwäche bei Standardsituationen. „Daraus machen wir zu wenig“, bilanzierte er. In Sudweyhe konnte er auch mit der Defensivarbeit nicht zufrieden sein. „Zwei Gegentore sind zu viel. Wir hätten länger die Null halten müssen“, sagte er mit Blick auf die am Ende nachlassenden Kräfte der Gastgeber. Der TuS machte seine Sache bis in die Schlussphase hinein sehr gut. In ihrem letzten Heimspiel schenkte er keinen Zweikampf ab, wie Trainer Arne Janßen zufrieden registrierte. „Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht“, fand er. „Am Ende hat uns die Kraft gefehlt. Da hätten wir uns nicht beklagen können, wenn Vilsen das Spiel gewinnt. Aber wir hätten auch vorher das dritte Tor machen können. Das Unentschieden geht in Ordnung.“

Sudweyhe effektiv

Im ersten Durchgang konnte sich kein Team klare Vorteile erarbeiten. Vilsen hatte die besseren Abschlusssituationen, dafür war Sudweyhe spielerisch stärker. Mit der ersten Gelegenheit schlugen die Gastgeber zu: Torschütze Florian Bohl leitete den Treffer selbst mit ein, als er mit Jonas Lüdeke Doppelpass spielte, und schloss den Angriff wenige Sekunden später erfolgreich ab (45.). „Wir müssen eigentlich mit einem 0:0 in die Pause gehen. So ein Gegentor tut natürlich weh“, sagte Fischer. Der Gegentreffer zeigte bei den Gästen auch noch nach dem Seitenwechsel Wirkung. Sie fanden nicht zurück ins Spiel. Sudweyhe war tonangebend und nutzte einen Freistoß zum 2:0. Ausgerechnet Hannes Lüdeke, einer der kleinsten Akteure auf dem Feld, stahl sich bei der Hereingabe davon und überwand Bennet Knake per Kopf (56.). Kurz darauf verpasste Lukas Lüdeke eine Hereingabe nur um Zentimeter und damit den dritten Treffer, der die Partie mindestens vorentschieden hätte.

Dann aber gingen den Sudweyhern – ähnlich wie beim Kreispokal-Halbfinale beim TSV Weyhe-Lahausen am Mittwochabend – die Kräfte aus. Deshalb kippte die Begegnung in der Schlussphase. Vilsen meldete sich zurück und erhöhte den Druck, während die Beine der Sudweyher von Minute zu Minute schwerer wurden. Gästekapitän Dennis Böschen verpasste den Anschlusstreffer zunächst, als er über das leere Tor schoss (68.). Sechs Minuten später aber verkürzte Florian Wacker aus kurzer Distanz. Der SVBV war nun am Drücker und glich durch einen Handelfmeter Kai Schiffbachs aus (79.). Die Gäste waren drauf und dran, die Partie komplett zu drehen, Malte Löfflers Freistoß landete auf der Latte (81.), dann jagte Wacker den Ball aus aussichtsreicher Position über den Kasten (89.). „Wir können nicht immer erwarten, dass wir in der Schlussphase ein Spiel drehen“, hatte Fischer über weite Strecken zu wenig von seinem Team gesehen. „Aber wir haben einen Punkt gegenüber Mörsen gutgemacht“, nahm der Übungsleiter das Positive mit auf die nicht allzu weite Rückreise.

Vor dem abschließenden Saisonspiel gegen Wagenfeld liegt der SVBV im Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz vorn. Die Entscheidung hat er aber verpasst.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 28.05.2018

Herren 26.05.2018 von Thomas Warnke

2. Herren: Herzlichen Glückwunsch zum Meistertitel!

Die zweite Herren hat durch die Niederlage des FC AS Hachetal am gestrigen Freitag den Meistertitel sicher. Bei noch einem ausstehenden Spiel gegen den TSV Martfeld ist unserer 2. Herren der Titel nicht mehr zu nehmen. Bereits vor 2 Wochen wurde der Aufstieg erreicht. Die Meisterschaft ist die Krönung einer tollen Saison. Wir freuen uns mit der Mannschaft und wünschen eine tolle Feier, eine erholsame Pause und viel Erfolg in der kommenden Saison in der 1. Kreisklasse. 

Herren 19.05.2018 von Werner Kastendieck

Ü50 Oldies SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt: Ü50 erreicht das Pokalfinale

Die Oldies des SVBV haben durch einen ungefährdeten 4:1 Heimsieg gegen den SV Dickel das Pokalendspiel in Neuenkirchen erreicht .

Die Gäste,mit Bus und einigen lautstark anfeuernden Fans angereist , wurden früh unter Druck gesetzt und schon in der ersten Halbzeit mit 3:0 klar beherscht. Die Tore erzielten Jens Rajes,Jörn Meyer und Carsten Hillmann-Köster .Nach einer Unaufmerksamkeit gleich nach der Pause konnte der Gegner zwar verkürzen,aber der Sieg war nie in Gefahr. Jörn Meyer gelang nach einigen verpassten Kontern das Endergebnis.

Jetzt geht es am 09.06 nach Neuenkirchen zum Endspiel gegen Mörsen oder Goldenstedt.
 

Herren 18.05.2018 von Thomas Warnke

Bizarre Personalprobleme

Eigentlich soll jeder Spieler nur einem Fußballteam angehören. Dass Spieler zwischen verschiedenen Mannschaften eines Vereins wechseln, ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dass am Sonntag der Spielbetrieb zwischen dem TuS Sykeund dem SV Bruchhausen-Vilsen eingestellt werden musste, war einigermaßen bizarr, denn von den angesetzten zwei Partien zwischen den Klubs fand keine statt. Am Sonnabendabend hatte die Erste des TuS das Spiel der 2. Kreisklasse bei der Vilser Zweitvertretung mangels Personal abgesagt. Am Sonntagmorgen meldete die Vilser Dritte personellen Notstand und trat nicht beim TuS Syke III an. „Zumindest für ein Spiel hätte es doch genügend Spieler geben müssen. Da stimmte wohl die Kommunikation nicht“, wunderten sich Aktive beider Vereine. Etwas süffisant gesagt: Immerhin konnte sich jeder Verein zumindest über einen 5:0-Sieg (am grünen Tisch) freuen. Ein Happy End gab es für die Teams, die zu ihren Spielen antraten. Die Vilser Erste siegte in der Kreisliga und bleibt ganz dick im Aufstiegsrennen. Und die Syker Zweite tütete mit einem 5:0, bei dem es auf dem grünen Rasen echte Treffer gab, den Aufstieg in die 2. Kreisklasse ein.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.05.2018

Herren 14.05.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Zwei Tore in Unterzahl

SV Bruchhausen-Vilsen bleibt nach 4:1-Erfolg Kreisliga-Zweiter

Bruchhausen-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen gibt sich im Aufstiegsrennen der Fußball-Kreisliga keine Blöße: Gegen den TSV Holzhausen-Bahrenborstel gab es einen 4:1 (2:0)-Erfolg. Zufriedenheit nach einem Arbeitssieg und einen freudig gespannten Blick auf die nächsten Aufgaben zeigte Trainer Frank Fischer. "Wir haben in Unterzahl zwei Tore nachgelegt. Die Moral stimmt bei uns, wir sind weiter gut im Rennen."

Die Vilser Unterzahl kam einigermaßen kurios zustande: Denn der nur wenige Minuten zuvor eingewechselte Dorian Klinger musste quasi nach einem Eckball auf der Linie per Hand klären. Die Folgen waren die Rote Karte und der Elfmeter für den Gast, der nach gut einer Stunde auf 1:2 verkürzte. "Wir hatten zuvor schon angefangen zu daddeln", so Fischer. Doch sein Team zeigte danach Moral, erstickte die Holzhauser Bemühungen im Keim, und Florian Wacker traf nach Vorlage von Dennis Böschen zum 3:1 (70.). Moritz Warnke verpasste das 4:1, doch Kai Schiffbach per Strafstoß holte dieses Tor nach (87.). Schiffbach hatte vor einer Woche beim 4:4 in Mörsen einen allerdings noch bedeutenderen und noch späteren Elfmeter verwandelt. Fischer freute sich trotzdem über den Treffer, denn "jedes Tor kann am Ende zählen".

Vor der Pause hatte Vilsen das Spiel im Griff. Holzhausen hatte durch Timon Lüllmann die erste Chance (13.). Das 1:0 fiel aber auf der anderen Seite: Böschen schoss zunächst an den Pfosten und traf im Nachschuss ins Tor (29.). Ein schöner Volleyschuss bedeutete das 2:0 durch Christian Mewes (42.). "Wir haben unsere wenigen Möglichkeiten effektiv genutzt", freute sich Fischer über die Führung gegen den Gegner, der das Hinspiel noch gewonnen hatte. Böschen hatte eine weitere Möglichkeit (48.) und Tobias Brokate schoss aus der Distanz an die Latte des Vilser Tores (52.). Anders als vor einigen Wochen, als er den vierfachen Torschützen aufs Feld geschickt hatte, hatte Fischer mit seiner Einwechslung diesmal kein Glück. Doch Klingers Handspiel auf der Linie war nur die Folge einer lascheren Einstellung der Vilser. Daniel-Cosmin Iovanovici verwandelte den Handelfmeter, wobei SV-Keeper Bennet Knake in die richtige Ecke gesprungen war (62.). Im Stil eines Spitzenteams übernahm Vilsen aber wieder das Kommando, der Sieg war letztlich nicht mehr gefährdet.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 14.05.2018

Herren 13.05.2018 von Werner Kastendieck

Ü50 Oldies SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt: Oldies verpassen bessere Platzierung

Bei der 8. Ü50 Niedersachsenmeisterschaft in Heidenau belegen die Oldies Platz 22 von 32 qualifizierten Mannschaften !

In der Vorrunde starteten wir mit einem gerechten 0:0 gegen Olympia Laxten .Die beiden nächsten Spiele wurden trotz deutlicher Überlegenheit mit 0:1 gegen Harsefeld/Apensen ( Gegentor viel in der letzten Minute) und 1:2 gegen Emstek/Bühren verloren . (Tor durch Carsten Hillmann-Köster )

Als Gruppenvierter spielten wir in der Trostrunde gegen Nordhorn .Hier gelang uns ein klarer 3:0 Sieg (Tore Jörn Meyer Reiner Knapp und Ralf Thiermann) Die restlichen Platzierungen wurden durch 9 Meterschießen ermittelt .Hier brachte uns ein "Wuchtroller"von Uli Schröder um eine noch bessere Platzierung .Eine super Veranstaltung wurde Abends mit einer würdigen Feier beendet.Oft viel der Satz hätte,hätte.....denn ein deutlich besseres Ergebnis war an diesem Samstag möglich.

Herren 13.05.2018 von Thomas Warnke

2. Herren: Spielausfall und damit verbundener Aufstieg der 2. Herren

Das heutige Spiel gegen den TuS Syke fällt wegen Nichtantritt des TUS Syke aus! Damit ist unsere 2. Herren sicher aufgestiegen!

Herzlichen Glückwunsch!!

Herren 07.05.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Vilsens unfassbare Aufholjagd in Mörsen

Der Tabellenzweite liegt beim Dritten bis zur 85. Minute 1:4 zurück und holt dennoch einen Punkt

Mörsen-Scharrendorf. Spartenleiter Andreas Siegmann sank auf seinem Stuhl zusammen, Bartosz Drozdowski warf wutentbrannt seine Schienbeinschoner auf den Rasen, Mirsad Stublla schlug die Hände über dem Kopf zusammen und Andre Nienaber und Dirk Landwehr starrten wie paralysiert auf den Boden. "Das ist doch nicht wahr, was wir gerade gesehen haben, oder?", rang Landwehr ungläubig nach Worten nach einem Spiel, das der SV Mörsen-Scharrendorf eigentlich schon sicher gewonnen hatte und am Ende doch nur mit einem Punkt dastand.

Ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den SV Bruchhausen-Vilsen verspielten sie eine 3:0- und 4:1-Führung noch und mussten sich nach drei Gegentoren in den letzten sieben Minuten mit einem 4:4 (1:0)-Unentschieden begnügen, an dem sie noch eine Weile zu knabbern haben dürften. Für den SVBV, der seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Gastgeber in der Tabelle wahrte, fühlte sich der Punktgewinn dagegen wie ein Sieg an.

Selbst Vilsens Trainer Frank Fischer, der wahrlich schon einiges gesehen und erlebt hat auf dem Fußballplatz, fiel es schwer, das gerade Gesehene einzuordnen, das in seiner Dramaturgie an das 4:4 im Bundesliga-Derby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 im November vergangenen Jahres erinnerte. Eigentlich war seine Mannschaft zweimal schon geschlagen: Nach Christian Horstmanns Tor zum 3:0 für die Gastgeber in der 68. Minute und nach Storven Bockhorns tollem Treffer zum 4:1 nach 81 Minuten. "Zwischenzeitlich habe ich überlegt, ob ich nicht defensiv wechseln soll, um den Rückstand zu verteidigen", sagte er mit Blick auf das Torverhältnis. Der Vilser Zehn-Tore-Vorsprung schien am Sonnabend ebenso schnell dahinzuschmelzen wie das Drei-Punkte-Polster. Dass sich Fischer für die offensivere Variante entschied, zahlte sich aus und wurde am Ende mit einem Punkt belohnt, an den kaum noch jemand zu glauben gewagt hatte. Die jeweils schnellen Anschlusstore zum 3:1 durch Mathis Wohlers (72.) und Jan-Christoph Kornau zum 4:2 (85.) ließen die Gäste aber doch noch hoffen. Zurecht, wie sich herausstellte, und unter Mithilfe der Mörsener, die sich selbst um den Lohn einer ganz lange starken Leistung brachten. Zunächst patzte Torhüter Marcel Bavendiek folgenschwer, als er eine hohe Hereingabe von Mathis Wohlers unterlief und der Ball im Netz landete (87.).

Das große Zittern

Nach dem 4:3 begann das große Zittern der Gastgeber, die mit ihren Kräften am Ende waren und jegliche Sicherheit verloren. In der Nachspielzeit fiel doch noch der Ausgleich für die nun alles nach vorn werfenden Gäste: Bavendiek parierte zunächst ganz stark gegen Feizal Alkozei. Den Nachschuss, der vielleicht sogar das Tor verfehlt hätte, lenkte SVMS-Verteidiger Frank Sander mit den Händen ab – Rote Karte und Elfmeter für Vilsen. Kai Schiffbach verwandelte kompromisslos und ließ konsternierte Gastgeber zurück, während er mit seinen Mitspielern einen im Aufstiegskampf ganz wichtigen Zähler feierte. Fischer hielt sich jedoch wie gewohnt mit Kampfansagen zurück: "Wir wollen es bis zum Ende spannend halten. Das scheint uns zu gelingen."

Zu sticheln verbot sich allerdings auch aus Sicht der Gäste, dafür lief beim SVBV lange Zeit zu viel schief. "Wir haben es in der ersten Halbzeit überhaupt nicht geschafft, Mörsen in Gefahr zu bringen, und auch zu viele eigene Fehler gemacht", stellte Fischer mit Blick auf die Gegentore fest. Das erste musste Simon Röper auf seine Kappe nehmen, der sich von Serdar Uludasdemirs allerdings auch ganz starker Ballan- und -mitnahme düpieren ließ (20.), beim vierten patzte Christian Mewes, sodass Bockhorn seine starke Schusstechnik ausspielen konnte. Mörsens Mittelfeldspieler wäre ohne die Aufholjagd der Gäste der Mann der Partie gewesen, denn er war auch an den Toren von Dirk Landwehr, der bei seinem Startelf-Comeback zum 2:0 traf (64.), und von Christian Horstmann (68.) direkt beteiligt. So aber konnte er nach dem Ende eines verrückten Fußballspiels wie alle Mörsener nur ungläubig den Kopf darüber schütteln, trotz langer Dominanz die Riesenchance verpasst zu haben, nach Punkten mit Vilsen gleich zu ziehen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 07.05.2018

Herren 03.05.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Fischer stapelt tief vor dem Aufstiegsduell

Von einer Mannschaft, „die vielleicht noch Ambitionen hat, oben mitzuspielen“, sprach Frank Fischer am Sonntag. Dazu muss man wissen, dass Fischer Trainer des Fußball-Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen ist, der auf Aufstiegsplatz zwei gut dabei ist im Aufstiegsrennen. Zwei Spiele mehr als der Dritte SV Mörsen-Scharrendorf, aber eben auch sechs Punkte Vorsprung haben die Vilser. Fischer ist sich der guten Ausgangsposition bewusst, stapelt jedoch tief und kann auch seit Jahren gut erklären, warum. Diesmal sei es das schwere Restprogramm gegen Teams, gegen die die Vilser am Ende der Hinrunde schwächelten. Zudem habe sein Team am Sonnabend mit dem SV Mörsen-Scharrendorf ein schweres Kaliber vor sich. Das wird Fischer intern sicherlich als Chance sehen, reicht ihm doch fast ein Remis, doch er verkauft es nach außen aber als große Hürde. Das sind die Mörsener auch. Zu erwähnen sei aber noch, dass sein Team mit zehn (!) Punkten Rückstand auf Mörsen in die Weihnachtsferien gegangen ist, also eine formidable Aufholjagd hingelegt hat. Andererseits sieht Fischer sein Team auf Augenhöhe mit dem SVMS und hofft darauf, dass solche pomadigen Halbzeiten wie jüngst gegen Kellerkind SV Dickel ein Weckruf waren. „Der Aufstieg in die Bezirksliga steht dieses Jahr noch nicht auf dem Zettel“, lässt er sich noch entlocken. Gleichwohl ist er so greifbar wie lange nicht, und würde auch einen Kreis schließen: Denn 1999 stiegen die Vilser recht überraschend aus der damaligen Bezirksklasse in die Bezirksliga auf. Der damals lange Zeit tiefstapelnde Trainer dürfte bekannt sein…

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 03.05.2018

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